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Die AWO will ihr Angebot künftig für LSBTI* zugänglicher machen.

Foto: Adobe Stock / New Africa

Die AWO will ihr Angebot künftig für LSBTI* zugänglicher machen.

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30. September 2019
Projekt

AWO verspricht bessere Angebote für LSBTI*

Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) will ihre ambulanten Dienste und Einrichtungen besser an die Bedürfnisse älterer LSBTI* anpassen. Das soll im Rahmen des jetzt gestarteten Projektes "Queer im Alter – Öffnung der Altenhilfeeinrichtungen der AWO für die Zielgruppe LSBTI*" geschehen, so die AWO in einer Pressemitteilung.

Die AWO will zunächst eine Musterkonzeption entwickeln, die konkrete Maßnahmen aufzeigt, wie Angebote so ausgerichtet werden können, dass sie Bedürfnisse und Diskriminierungserfahrungen älterer LSBTI* berücksichtigen. Daneben entstehe ein Fortbildungslehrplan, um Mitarbeitende für das Thema zu sensibilisieren. 

Alle Maßnahmen werden zunächst an 6 bundesweiten Altenhilfestandorten der AWO erprobt und umgesetzt: Dortmund, Neu-Ulm, Bernau und Köln sowie zwei ambulante Dienste in Neubrandenburg und Mönchengladbach. Mit dem Projektende Ende Februar 2021 werden alle Ergebnisse, Maßnahmen und Handreichungen auch anderen Wohlfahrtsverbänden und der Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Das Modellprojekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Dazu erklärt Brigitte Döcker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes: "Viele ältere LSBTI* wurden in diesem Land teilweise über Jahrzehnte staatlich verfolgt und gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie sollen im Alter nicht erneut Ablehnung und Ausgrenzung erfahren müssen. Unser Ziel sind diskriminierungsfreie Angebote der professionellen Altenhilfe. Wir wollen eine Willkommenskultur, die klar macht: Alle Menschen sind willkommen und können leben und sein, wie sie möchten."