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SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens hob die Arbeit der Pflegeeinrichtungen und -dienste während der Corona-Krise hervor.  Foto: Susie Knoll

SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens hob die Arbeit der Pflegeeinrichtungen und -dienste während der Corona-Krise hervor.  Foto: Susie Knoll

04. August 2020
SPD-Pflegebeauftragte Baehrens lobt Arbeit der Pflege während der Coronakrise

Baehrens: „Die Pflege hat mit hoher Fachlichkeit Infektionsrisiken verringert“

Die Pflegebeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion Heike Baehrens hat die Arbeit der Pflegedienste und -einrichtungen während der Coronakrise gelobt. Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens müsse es gegebenenfalls vonseiten der Bundespolitik weitere Unterstützung geben.

"Die professionell Pflegenden haben mit hoher Fachlichkeit Konzepte und Standards entwickelt und ich bin der Überzeugung, dass Infektionsrisiken erheblich minimiert wurden", erklärte die Abgeordnete bei einem Besuch der Tagespflege Uhingen im Oberdorf.
 
Sie stehe in ständigem Austausch mit Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten, sagte Baehrens. "Ich weiß um die Verunsicherung bei vielen Menschen, hoffe aber sehr, dass sie Entlastungsangebote wie die Tagespflege wieder stärker in Anspruch nehmen."
 
Für die 24 Gäste der Tagespflege Uhingen, von denen viele die Einrichtung als ein zweites Zuhause ansehen, sei mit dem Lockdown ein wichtiger Teil des Alltags verloren gegangen, berichtete die Inhaberin Evelyn Papp im Gespräch mit der Abgeordneten. "Jetzt ist ein Besuch der Tagespflege wieder möglich; viele Tagesgäste und deren Familien freuen sich, aber es gibt auch noch Verunsicherung, der wir mit Aufklärung und einem umfassenden Hygienekonzept begegnen."
 
Für Tagespflegeeinrichtungen sei die Coronakrise auch wirtschaftlich belastend, sagte der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner. "Der Rettungsschirm für Pflegeeinrichtungen, dessen Fortsetzung aufgrund der andauernden Pandemie geboten ist, war ein starkes Signal der Bundesregierung an die Pflege. Wir benötigen aber auch eine Refinanzierung der entgangenen Investitionskosten." Hier greife der Rettungsschirm nicht, sagt Wiesner und nimmt die Landesregierung in die Pflicht. "Andere Bundesländer sind hier schon weiter. Ohne Unterstützung durch das Land ist das in den letzten Jahren gut gewachsene Angebot der Tagespflege gefährdet."