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Ob klassisch mit Biografiebögen oder über die SIS: Eine Biografie sollte bis zum Lebensende fortgeschrieben werden.

<paragraph align="right">Foto: Werner Krüper</paragraph>

Ob klassisch mit Biografiebögen oder über die SIS: Eine Biografie sollte bis zum Lebensende fortgeschrieben werden.

Foto: Werner Krüper

20. August 2019
Biografiebogen und SIS

Biografische Informationen effektiv sammeln und weitergeben

Dass die biografisch relevanten Informationen über einen Bewohner ihren Weg ins Betreuungsteam und letztlich in die Angebote finden, ist nicht  immer einfach zu gewährleisten. Das Problem liegt häufig im Prozess.

"Der Biografiebogen verschwindet in der Schublade. So ist keine Orientierung der Angebote an biografischen Inhalten möglich", so Svenja Nevermann in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Für die Rubrik "Nachgehakt" schreibt die User Experience Designerin, die den Prozess für ihre Forschung begleitet hat: "Für Betreuungskräfte heißt das: Sie müssen sich die biografischen Daten der Bewohner immer wieder von vorn aneignen. Möglicherweise bekommen sie gar keinen Zugang zu diesen Daten, wenn sie keinen guten Draht zum jeweiligen Bewohner entwickeln können."

Betreuungsexpertin Barbara Karger empfiehlt daher, "Wenn SIS, dann richtig: Sobald sich etwas ändert, wird die letzte SIS archiviert und eine aktualisierte SIS erstellt. Dies gilt auch für neue oder veränderte Informationen, was die Biografie anbelangt." Das Strukturmodell überlässt laut Gerontologin Karger jeder Einrichtung die Entscheidung, ob und gegebenenfalls mit welchen zusätzlichen Formularen sie für die Biografie arbeiten will. Sie führt das Beispiel einer Dame an, die als Kind keine Süßigkeiten kannte und für die ein Butterbrot mit Zucker das Höchste war. Dazu Karger: "Solche Infos würde ich in einem separaten fortzuschreibenden Biografiebogen unter "AEDL 5: Essen und Trinken" im Abschnitt erstes Lebensalter dokumentieren. Relevant wird diese Information, wenn die Demenz weit fortgeschritten ist und der Betroffene sich nicht mehr über Ernährungsvorlieben äußern kann."

Welche Tipps die beiden noch haben und wie Praktiker aus der Sozialen Betreuung mit biografischen Informationen umgehen, steht in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren. Sie kennen die Zeitschrift noch nicht? Dann sichern Sie sich Ihr kostenloses Probeexemplar