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Dr. Bodo de Vries, Vorstandsvorsitzender des DEVAP, sagt: "Eine Einteilung in einen ambulanten und einen stationären Sektor ist überholt."

Foto: Evangelisches Johanneswerk

Dr. Bodo de Vries, Vorstandsvorsitzender des DEVAP, sagt: "Eine Einteilung in einen ambulanten und einen stationären Sektor ist überholt."

Foto: Evangelisches Johanneswerk

12. März 2019
Pflegeversicherung

DEVAP und VKAD fordern Abbau von Sektorengrenzen

In einem "Fact Sheet" fordern der Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland e. V. (VKAD) und der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e. V. (DEVAP) die Grenzen zwischen der ambulanten, der teilstationären und der stationären Pflege endlich zu überwinden.

Ausgehend von dem gemeinsamen Impulspapier vom Oktober 2018 wollen die beiden Verbände DEVAP und VKAD mit ihrer Kampagne die Neuordnung der Pflegeversicherung weiter vorantreiben.

"Schon das erste Fact Sheet hat für viel Aufmerksamkeit und Nachfragen gesorgt", resümiert Dr. Hanno Heil, Vorsitzender des VKAD. "Nun ist es wichtig die Diskussion am Laufen zu halten und weiterführende Vorschläge und Kritiken zu würdigen und in die Bearbeitung der Themen einzubeziehen. So greifen wir in diesem Sheet die Notwendigkeit des bedarfsorientierten Zugriffs aller Pflegebedürftigen auf Leistungen der Pflege, Hauswirtschaft und sozialen Betreuung auf. Dieser Zugriff muss unabhängig von der Frage, wo man wohnt, wie alt man ist oder von welchen krankheitsbedingten Einschränkungen man betroffen ist, möglich sein - leicht verständlich und bürokratiearm. Voraussetzung hierfür ist eine Angleichung des Leistungserbringungsrahmens in allen Bereichen", erklärt Dr. Heil.

"Eine Einteilung in einen ambulanten und einen stationären Sektor ist überholt.  Für den Wohnort Pflege-heim muss künftig die Finanzierungsverantwortung vollständig für die Behandlungspflege in das SGB V zurückgeführt werden, so wie es heute auch für das Wohnen in der eigenen Häuslichkeit gilt. Zusätzlich tragen die Pflegebedürftigen selbst - je nach Wohnform - alle "Haushaltskosten", die für Verpflegung und Miete und Nebenkosten des Wohnens entstehen. Denkbar ist ein verbleibender Eigenanteil für die pflegebedingten Kosten", erläutert Dr. Bodo de Vries, Vorstandsvorsitzender DEVAP, mögliche Finanzierungsszenarien.