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<paragraph align="left">Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach hat das Entbürokratisierungsprojekt in die Verantwortung der Trägerverbände der Pflege übergeben.</paragraph>
<paragraph align="right">Foto: BMG / Chaperon</paragraph>

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach hat das Entbürokratisierungsprojekt in die Verantwortung der Trägerverbände der Pflege übergeben.

Foto: BMG / Chaperon

06. September 2017
Pflegedokumentation

Entbürokratisierung: Verantwortung an Verbände übergeben

Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Ingrid Fischbach hat in Berlin das Entbürokratisierungsprojekt in die Verantwortung der Trägerverbände der Pflege übergeben. Mit dem Projekt www.Ein-Step.de wurde bundesweit in ambulanten, teilsationären und stationären Pflegeeinrichtungen eine vereinfachte Pflegedokumentation eingeführt.

"Damit wird die häufig von Pflegekräften in der Altenpflege beklagte Belastung mit Bürokratie auf ein vernünftiges Maß verringert", sagte Fischbach. Das neue Dokumentationsmodell steigere die Arbeitszufriedenheit und Motivation von Pflegekräften und schaffe mehr Zeit für die Versorgung der Pflegebedürftigen.

Zwar endet das Projekt der Pflegebevollmächtigten am 31. Oktober 2017, die konsequente Weiterführung der Entbürokratisierung durch die Trägerverbände werde sie jedoch auch darüber hinaus weiter politisch unterstützen, so Fischbach. Sie appellierte an die Trägerverbände, die Umstellung auf die vereinfachte Pflegedokumentationen in den einzelnen Einrichtungen konsequent voranzutreiben.

Nach einem erfolgreichen Praxistest wird seit März 2017 auch die Pflegedokumentation auch in der Tages- und Kurzzeitpflege flächendeckend entbürokratisiert.

"Auch langfristig sollte der bisherige Erfolg unserer gemeinsamen Anstrengungen nach Ablauf des Bundesprojekts gesichert sein. Deshalb kommt es jetzt darauf an, dran zu bleiben, weiterhin für das vereinfachte Modell zu werben und Einrichtungen bei der Entbürokratisierung zu unterstützen, damit Pflegekräfte sagen können: Ich arbeite gern, und zwar für die Pflegebedürftigen - und nicht für Papier", so Fischbach.

Auf der Veranstaltung "Mehr Zeit für die Pflege - durch Entbürokratisierung den Pflegealltag verbessern und Professionalisierung fördern - Perspektiven und Reflexion" dankte die Parlamentarische Staatssekretärin den beteiligten Kosten- und Einrichtungsträgern, Medizinischen Diensten, Ländern und Pflegewissenschaftlern für ihr großes Engagement bei dem gemeinsamen Projekt. In Anwesenheit ihres Vorgängers im Amt des Pflegebevollmächtigten, Minister Laumann, zogen die Verbände der Pflegebranche eine positive Bilanz. Pflegekräfte und Pflegewissenschaftler diskutierten, was zu tun bleibt, damit Pflegeeinrichtungen ihre Pflegedokumentation weiterhin konsequent umstellen und Pflegekräfte entlasten. Vor rund 300 Teilnehmern in der Katholischen Akademie Aquino stellten die Trägerverbände der Pflege ihr Konzept zur Fortsetzung der Entbürokratisierung vor. In ihrem Schlusswort übergab Frau Fischbach die Verantwortung für die Fortführung des Projekts an die Trägerverbände.

Weitere Informationen finden Sie unter www.patientenbeauftragte.de und www.ein-step.de