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Warum die Lektüre aus der Hauszeitung nicht zum Bestandteil der Zeitungsrunde machen? Das Haus Stephanus im hessischen Alsfeld hat damit gute Erfahrungen gemacht.

<paragraph align="right">Foto: Haus Stephanus</paragraph>

Warum die Lektüre aus der Hauszeitung nicht zum Bestandteil der Zeitungsrunde machen? Das Haus Stephanus im hessischen Alsfeld hat damit gute Erfahrungen gemacht.

Foto: Haus Stephanus

29. September 2020
Öffentlichkeitsarbeit

Hauszeitungen leisten Erinnerungsarbeit

Seit vielen Jahren erstellt Betreuungskoordinatorin Minh Luis für das Haus Stephanus im oberhessischen Alsfeld, regelmäßig verschiedene Publikationen – und bindet diese in die Betreuungsarbeit ein. Das stiftet Indentität.

Monatlich erscheint der Klassiker, die "Aktuelle Runde". Sie informiert über alle anstehenden Veranstaltungen, führt Geburtstage und Traueranzeigen auf und gibt neueste Entwicklungen bekannt. Auch Bewohner, die selbst nicht mehr darin lesen können, weil sie demenziell verändert sind, haben an den Inhalten teil. Denn die Lektüre ist Bestandteil der Zeitungsrunde.

Gut angenommen wird auch unser "Erlebnistagebuch – meine schönsten Momente". Hier erhalten die Bewohner, ebenfalls in der Regel monatlich, einen Rückblick über die besonderen Veranstaltungen und Momente. "Da die Bewohner an den meisten Veranstaltungen teilnehmen, ist es für sie schön, sich selbst auf den Fotos zu erkennen, die viel Raum in der Publikation einnehmen", schreibt Luis in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren. Dies sei gesprächsorientierte – und aktivitätsorientierte Biografiearbeit. Damit verfolgt das Betreuungsteam das Ziel, dem Bewohner ein Stück Erinnerung zurückzugeben, insbesondere dann, wenn die Demenz nach und nach weiter fortschreitet.

Wie die Fachergotherapeutin Minh Luis ihre Publikationen erstellt und worauf sie dabei besonders achtet, ist nachzulesen in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren.