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Die Zahl der Leiharbeiter, die in der Pflege arbeiten, nimmt zu. Foto: Werner Krüper

Die Zahl der Leiharbeiter, die in der Pflege arbeiten, nimmt zu. Foto: Werner Krüper

05. April 2018
Anfrage der Linken im Bundestag

Immer mehr Leiharbeiter in der Pflege

Die Zahl der im Pflegebereich tätigen Leiharbeiter hat einem Medienbericht zufolge zugenommen. Vergangenes Jahr waren bundesweit 10 181 Beschäftigte in der Gesundheits- und Krankenpflege, bei Rettungsdiensten und der Geburtshilfe als Leiharbeitskräfte beschäftigt.

Dies berichtete die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Im Jahr 2014 waren es demnach 7.374 gewesen. Im Bereich der Altenpflege habe es 2017 mehr als 7.500 Leiharbeitskräfte gegeben; drei Jahre zuvor seien es 5.850 gewesen.

Dem Bericht zufolge verdienen Leiharbeitskräfte deutlich weniger als regulär Beschäftigte. Bei Vollzeit habe deren Bruttolohn in den Bereichen Pflege, Rettungsdienst und Geburtshilfe Ende 2016 bei 3.203 Euro monatlich gelegen - bei Leiharbeitskräften bei 2.579 Euro. Der Bruttomonatsverdienst für Vollzeitbeschäftigte in der Altenpflege lag demnach Ende 2016 bei 2.436 Euro - bei Leiharbeitskräften im Durchschnitt bei 2.131 Euro. Nach einer Mitte März vom Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung vorgelegten Studie gibt es derzeit 17.000 offene Stellen in deutschen Pflegeheimen. Gründe seien hauptsächlich der bundesweite Fachkräftemangel sowie die abnehmende Qualität der Bewerber für diesen Beruf.