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Für Tanzmuffel entwickeln die Forscher aus Nürnberg derzeit ein individuelles Präventionsprogramm, wo sich jeder das Passende aussuchen kann.

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Für Tanzmuffel entwickeln die Forscher aus Nürnberg derzeit ein individuelles Präventionsprogramm, wo sich jeder das Passende aussuchen kann.

Foto: Werner Krüper

04. Dezember 2017
Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen

Magdeburger für Forschung an tanzenden Senioren ausgezeichnet

Tanzen hat auf ältere Menschen noch bessere Auswirkungen als Fitnesssport - für dieses Forschungsergebnis sind kürzlich Magdeburger Wissenschaftler in Nürnberg ausgezeichnet worden.

Dass Bewegung generell einen positiven Effekt auf das Gehirn habe, sei zwar schon länger bekannt, sagte der Hauptpreisträger, Notger Müller vom Magdeburger Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen bei der Preisverleihung. Bei gleichförmigen Sportarten wie Walking, Schwimmen oder Fahrradfahren auf dem Heimtrainer sei das Gehirn allerdings weniger aktiv als beim Tanzen, wo man sich immer wieder neue Schrittfolgen merken müsse.

Es sei die Kombination aus körperlicher und geistiger Aktivität, die den Unterschied mache. Er gehe davon aus, dass Menschen, die häufig tanzen, ein etwa 30 Prozent geringeres Risiko für Altersdemenz haben als Nicht-Tänzer. Welche Tanzart sie betreiben, sei dabei weniger wichtig. "Entscheidend ist, dass man nicht immer den gleichen Tanzschritt macht", sagte Müller. Außerdem müsse die Bewegung den Leuten Spaß machen. "Nicht eins ist für alle gut."

Für seine Studie wurde das Magdeburger Zentrum in diesem Jahr außerdem mit dem Theo-und-Friedl-Schöller-Preis ausgezeichnet. Mit 20 000 Euro ist er eine der am höchsten dotierten Auszeichnungen in der Altersmedizin.

Tipp: Lesen Sie auch den Schwerpunkt zum Thema Tanzen in der Zeitschrift Aktivieren 1/2015.