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Eine Malmethode, die Einschränkungen kompensiert, hilft Menschen mit Demenz, auch Motive gestalten zu können.

<paragraph align="right">Foto: Dorothee Rottmann-Heuer</paragraph>

Eine Malmethode, die Einschränkungen kompensiert, hilft Menschen mit Demenz, auch Motive gestalten zu können.

Foto: Dorothee Rottmann-Heuer

01. Juni 2018
Kunst und Demenz

Malen ohne Einschränkungen

Demenziell veränderte Menschen verspüren oft den Wunsch, sich durch Malen und Gestalten mitzuteilen und sich zu verwirklichen. Damit das gelingt, benötigen sie eine Methode, die ihren Bedürfnissen entspricht. Eine solche Methode stellt Aktivieren-Autorin Dorothee Rottmann-Heuer in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift vor.

Die Methode, auf die die Diplom-Pädagogin und Krankenschwester zurückgreift, hat der Künstler und Autodidakt Bernd Weydemann eher zufällig entwickelt. Er erlebte in einer Aquarell-Malgruppe, die er in einem Seniorenheim leitete, dass seheingeschränkte und demenzbetroffene Teilnehmer die Motive auf dem Aquarellpapier nicht erkannten. Er machte dann die Konturen mit einer Paste sichtbar und war anschließend selbst von der Wirkung überrascht. In Zusammenarbeit mit der Autorin hat er die Methode weiterentwickelt, erprobt und auf zahlreichen Fortbildungen vermittelt.

Als ehemalige Leitung der Tagespflege Nord der Julius Tönebön Stiftung in Hameln hat Rottmann-Heuter lange mit dieser Methode gearbeitet. "Damit können aus einem Motiv unterschiedliche Kunstwerke entstehen. Aufgehoben und vergessen sind dann alle Einschränkungen. Jedes Bild wird einmalig, strahlend und schön", schreibt sie in der Zeitschrift Aktivieren.

Dort erfahren die Leser Schritt für Schritt, wie ein Bild entsteht und was sie dazu benötigen. Auch stellt die Autorin ein Projekt aus Hameln vor, in dem jedes Jahr Pflegebedürftige kreativ werden, getreu dem Motto der Alzheimer Gesellschaft "Vielfalt im Blick". Die Teilnehmer kommen aus mehr als 30 Einrichtungen in Niedersachsen. 

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Tipp: Malen mit Dementen, Ute Schmidt-Hackenberg