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Das Projekt Procare der Techniker Krankenkasse zielt auf Prävention nicht nur bei den Bewohnern, sondern auch bei den Mitarbeitern ab.

<paragraph align="right">Foto: Fotolia/Robert Kneschke</paragraph>

Das Projekt Procare der Techniker Krankenkasse zielt auf Prävention nicht nur bei den Bewohnern, sondern auch bei den Mitarbeitern ab.

Foto: Fotolia/Robert Kneschke

13. April 2018
Techniker Krankenkasse

Präventionsprojekt bindet Bewohner und Mitarbeiter ein

Wie Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen funktionieren kann, untersucht ein bundesweites Modellprojekt der Techniker Krankenkasse (TK). Mit Procare will die TK präventive gesundheitliche Maßnahmen für Bewohner wie Mitarbeiter an acht Standorten in Deutschland anbieten.

Gemeinsam mit der Universität Hamburg soll so ein Präventionsprogramm nach §5 SGB XI in den Einrichtungen implementiert werden.Dazu gehören Maßnahmen der Gesundheitsförderung für Mitarbeiter ebenso wie gezielte Präventionsmaßnahmen für die Pflegebedürftigen – in den Bereichen Bewegung, Kognition und psychosoziales Wohlbefinden.

"Prävention hat für Pflegende und Pflegebedürftige unterschiedliche Ziele. Für die Pflegebedürftigen geht es darum, ihre Ressourcen möglichst lange zu erhalten. Mit einer Analyse zu Beginn des Projektes werden ebenfalls die Bedarfe der Mitarbeiter ermittelt. Mit Procare nehmen wir nun erstmals das gesamte Setting Pflegeheim in den Fokus der Prävention", erklärt Ursula Meller, Projektleiterin bei der TK.

Um den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht zu werden, werden Mitarbeiter und Bewohner in Planung und Gestaltung der Maßnahmen integriert. Diese können zum einen Ergonomieschulungen und gesundheitssportliche Aktivitäten für die Mitarbeiter und zum anderen Multikomponentenprogramme – Förderung der körperlichen Aktivität, Kognition sowie psychosozialen Gesundheit – für die Pflegebedürftigen umfassen.

Das Projekt wird wissenschaftlich evaluiert: Nach 36 Monaten sollen gesicherte Erkenntnisse über die Präventionsarbeit in der stationären Pflege vorliegen. Dazu gehören Informationen über spezifische körperliche und psychische Belastungen der Beschäftigten, die Effekte möglicher Gegenmaßnahmen sowie die Bedürfnisse der Bewohner. Zudem wird die Wirkung des Multikomponentenprogramms erfasst und die Auswirkungen für diese zum Teil hochaltrige Zielgruppe untersucht.