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Die Pflegeversicherung muss künftig Leistungen vollumfänglich und nicht mehr nur zum Teil übernehmen, sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Lisa Kapteinat.

Foto: SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen

Die Pflegeversicherung muss künftig Leistungen vollumfänglich und nicht mehr nur zum Teil übernehmen, sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende in Nordrhein-Westfalen, Lisa Kapteinat.

Foto: SPD-Landtagsfraktion Nordrhein-Westfalen

30. Juli 2020
Berlin

SPD-Fraktion fordert Pflegevollkaskoversicherung

Als Konsequenz aus dem großen Einsatz der Pflegekräfte in der Corona-Krise fordert die SPD-Landtagsfraktion ein grundlegendes Umsteuern beim Pflegeberuf und eine sogenannte Pflegevollkaskoversicherung.

Die Pflegeversicherung müsse künftig Leistungen vollumfänglich und nicht mehr nur zum Teil übernehmen, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Lisa Kapteinat jetzt in Düsseldorf. Finanziert werden solle diese Vollversicherung aus Steuermitteln. Durch eine Beitragserhöhung lasse sich das nicht stemmen.

Profitieren würden davon nicht nur die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen, sondern auch die Tausenden Beschäftigten in der Pflege. Auch die Arbeitsbedingungen der rund 220 000 Pflegekräfte in NRW müssten verbessert und ihre Löhne erhöht werden. Dazu gehöre ein bundeseinheitlich geregelter allgemeinverbindlicher Tarifvertrag, sagte Kapteinat. Die Pflegekräfte seien nur zu etwa zehn Prozent gewerkschaftlich organisiert und hätten eine schlechtere Verhandlungsposition als andere Berufsgruppen.