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Nach dem Vorreiter Dänemark, wo die Idee der Fahrradrikscha bereits seit 2012 national großen Anklang gefunden hat, erkennen nun auch immer mehr der deutschen Einrichtungen für Altenpflege die positive Wirkung.

<paragraph align="right">Foto: Hartwig-Hesse-Stiftung</paragraph>

Nach dem Vorreiter Dänemark, wo die Idee der Fahrradrikscha bereits seit 2012 national großen Anklang gefunden hat, erkennen nun auch immer mehr der deutschen Einrichtungen für Altenpflege die positive Wirkung.

Foto: Hartwig-Hesse-Stiftung

18. Juli 2019
Pedelec, Rikscha, Öffis

So bleiben Senioren mobil

Schwindende Mobilität im Alter ist ein emotionales Thema. Denn Mobilität bedeutet nicht nur die Möglichkeit, sich bewegen zu können, auch soziale Integration und psychische Mehrwerte spielen eine Rolle. Die Hamburger Hartwig-Hesse-Stiftung beschreitet unter anderem folgende Wege, um Mobilität zu erhalten und so Einsamkeit zu vermeiden:

Sie setzt auf neue wie bekannte Mobilitätskonzepte, damit Selbstbewusstsein und Lebenslust der Bewohner steigen und Freiheit und Selbstständigkeit zurückkehren.

Fahrrad-Rikscha – Der Trend geht weiter
"Mit dem Einsatz einer Fahrrad-Rikscha bekommen Senioren in unseren Einrichtungen die Möglichkeit, sich bequem zu Wochenmärkten und Sehenswürdigkeiten kutschieren zu lassen oder einfach eine Fahrt durchs Grüne zu genießen. Damit können wir als Institution für Wohnen im Alter unseren Bewohnern, die nicht mehr gut zu Fuß sind, ein großes Stück Lebensqualität erhalten", erklärt Maik Greb, Geschäftsführer der gemeinnützigen Stiftung.

Lotsen für die Öffis
Damit auch ältere Menschen ermutigt werden Bus und Bahn zu fahren, gibt es die Möglichkeit, sich im öffentlichen Nahverkehr von Lotsen begleiten zu lassen. Diese holen die Senioren ab und begleiten diese dann so lange, bis sie es zu ihrem Ziel oder auch wieder nach Hause geschafft haben. Zusätzlich bieten viele Verkehrsverbünde, unter anderem der HVV in Hamburg oder die BVG in Berlin, Mobilitätsberatungen und -schulungen an. Diese sind zumeist kostenlos und bereiten alte Menschen auf eine selbstständige Nutzung des ÖPNV vor.

Pedelec – für die Sportlichen
Für SeniorInnen, die sich noch fit genug fühlen, Rad zu fahren, aber aus eigener Kraft nicht mehr Kilometer um Kilometer zurücklegen können, bieten sich Pedelecs an, wie die Stiftung empfiehlt. Diese Fahrräder mit Elektromotor unterstützten den Fahrer beim Treten, sodass die Anstrengung verringert werde, teilt die Stiftung mit. Das Pedelec helfe dabei, im idealen Pulsbereich zu fahren, was besonders für das Herz-Kreislaufsystem förderlich sei.

Zudem sind Elektromobile als mehrrädrige Fahrzeuge laut Stiftung für Ältere geeignet, die zwar noch nicht auf einen Rollstuhl angewiesen sind, jedoch längere Strecken nur noch schwer zu Fuß zurücklegen können.

Lesen Sie auch den Schwerpunkt zu einem hausintern entwickelten Mobilitätsstandard in der Juliausgabe der Zeitschrift Aktivieren.