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Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, hat staatliche Darlehen zur Pflege als gescheitert kritisiert.

Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, hat staatliche Darlehen zur Pflege als gescheitert kritisiert.

Foto: Deutsche Stiftung Patientenschutz

06. August 2019
"Vorhaben gescheitert"

Stiftung Patientenschutz kritisiert Darlehen für Pflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat staatliche Darlehen für die Pflege von Angehörigen als gescheitert kritisiert. "Kein Mensch nimmt einen Kredit, um weniger arbeiten zu müssen und dafür Angehörige zu pflegen", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Brysch forderte stattdessen die Einführung eines Pflegezeitgelds ähnlich dem Elterngeld. Dies solle eine staatlich finanzierte Lohnersatzleistung sein, sagte er.

Hintergrund ist, dass nur wenig Menschen die Möglichkeit von zinslosen Darlehen nutzen, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren oder eine Auszeit nehmen, um zu Hause einen Angehörigen zu pflegen.

Eingeführt wurden diese Darlehen durch das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf 2015. Seither haben lediglich 921 Personen davon Gebrauch gemacht, wie eine vom Bundestag veröffentlichte Antwort der Bundesregierung auf eine FDP-Anfrage zeigt, über die die "Süddeutsche Zeitung" bereits berichtet hatte. (dpa)