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21. Dez 2018 | News

Kritik an politischer Reglementierung privater Pflegeunternehmer

Für Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB), bleibt die private, professionelle Pflege das Rückgrat der Pflege in Deutschland.

Thomas Knieling, Bundesgeschäftsführer des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe (VDAB)

Foto: VDAB

Das zeige die aktuelle Pflegestatistik 2017. "Die Bedeutung der privaten professionellen Pflege ist weiter gestiegen. Damit bestätigt sich der Trend der letzten Jahre: die privaten Unternehmer in der professionellen Pflege bilden das Rückgrat der Versorgung von Pflegebedürftigen. Insbesondere hat dabei die Bedeutung der privaten ambulanten Pflege weiter zugenommen. Gegenüber 2015 wurden insgesamt 20 Prozent mehr Pflegebedürftige ambulant versorgt und der Anteil der Privaten stieg mit 9.243 von insgesamt 14.050 Pflegediensten auf über 65 Prozent. Auch im stationären Bereich ist die Private Professionelle Pflege auf dem Vormarsch. Hier sind die Wachstumszahlen der Stationären im Vergleich zu 2015 mit 7,5 Prozent leicht angestiegen. Das zeigt, dass die ambulante nur zusammen mit der stationären Versorgung funktioniert. Die Private Professionelle Pflege ist dabei ein Garant für Fortschritt und Innovation", so Knieling. 

Die Zahlen würden eindrucksvoll zeigen, dass private Pflegeunternehmer nach wie vor bereit sind, mit Investitionen auf den steigenden Bedarf in der Pflege zu reagieren. Knieling forderte: "Dieser unternehmerische Mut muss belohnt werden und darf nicht durch politische Reglementierung und öffentliche Anprangerung von Unternehmertum im Keim erstickt werden. Seit Jahren kommt es ständig zu Eingriffen in unternehmerische Kernbereiche ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Gegebenheiten wie zum Beispiel laufende Bankenfinanzierung oder Abschreibungsfristen. Auch angemessene Gewinne sind, anders als in der Öffentlichkeit dargestellt, für die Zukunft unsicherer denn je, obwohl es das gute Recht eines jeden Unternehmers ist. Für eine positive Pflegestatistik sind auch in Zukunft ein fairer Wettbewerb und unternehmerisches Denken – und damit eine starke professionelle Pflege – notwendig."

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