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04. Sep 2017 | News

SPD-Politikerinnen wollen Pflegeberufe aufwerten

Ein "Aktionsprogramm zur Aufwertung sozialer Berufe", das Bundesfamilienministerin Katarina Barley, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer Ende letzter Woche in Mainz vorgestellt haben, setzt unter anderem auf bessere Löhne, eine kostenfreie und vergütete Ausbildung, Entwicklungsperspektiven und mehr Arbeitszufriedenheit.

Eine attraktive Ausbildung sei der erste Schritt für die Überwindung des Fachkräftemangels, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Vorstellung des Aktionsprogramms in Mainz Ende August.

Foto: Werner Krüper

Zudem soll die Fachkräftebasis in diesen Berufen gesichert werden, etwa durch Umschulungen und Nachqualifizierungsmöglichkeiten.

Die drei SPD-Politikerinnen erklärten, der Kostenwettbewerb in der Gesundheits- und Sozialbranche führe seit Jahren zu sinkenden Löhnen. Gleichzeitig seien die Arbeitsverhältnisse vielfach körperlich und emotional belastend und durch Schichtsysteme oder ungewollte Teilzeitbeschäftigung geprägt. Auch gehe es darum, die Attraktivität der Berufe zu erhöhen, etwa durch bessere Arbeitsbedingungen, höhere Personalschlüssel und Entwicklungsmöglichkeiten.

Nahles nannte einen anständigen Lohn als zentrales Anliegen. Sie verwies in diesem Zusammenhang auf die begonnenen Gespräche mit Sozialpartnern und Wohlfahrtsverbänden. Der Schlüssel liege in der Tarifpartnerschaft, denn es sei die Aufgabe der Tarifpartner, die Löhne auszuhandeln. "Ein bundesweit geltender Tarifvertrag Soziales wäre der beste Weg, um deutliche Verbesserungen für die Beschäftigten in dieser Branche zu erreichen”, fügte die Ministerin hinzu.

Der Deutsche Pflegerat (DPR), der zuletzt die Einrichtung einer Bundespflegekammer beschlossen hatte, begrüßt diese Initiative. "Wir unterstützen die Punkte des Aktionsprogramms", betonte DPR-Präsident Andreas Westerfellhaus. Für die beruflich Pflegenden sei insbesondere wichtig, dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden. "Wir brauchen dringend mehr Pflegepersonal in den Einrichtungen, sonst überlasten wir auf Dauer die engagierten Mitarbeiter", so Westerfellhaus weiter.

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