News

Amtsübergabe: Carsten Linnemann neuer Gesundheitsminister

Carsten Linnemann hat heute das Amt des Bundesministers für Gesundheit übernommen. Zuvor war er vom Bundespräsidenten ernannt worden; seine Vorgängerin Nina Warken übernimmt die Leitung des Bundeskanzleramts und wird Bundesministerin für besondere Aufgaben. Linnemann kündigte an, den bisherigen Kurs in Gesundheit und Pflege konsequent fortzuführen.

Carsten Linnemann
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei der Ernennung von Carsten Linnemann als Bundesminister für Gesundheit. Foto: BMG

Die Amtsübergabe zwischen Warken und Linnemann fand am 29. Juli 2026 im Bundesministerium für Gesundheit statt. Warken dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses für ihr „außerordentliches Engagement“ und die „vertrauensvolle Zusammenarbeit in herausfordernden Zeiten“.

Der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann hat bei der Amtsübernahme seinen vollen Einsatz für ein effizientes Gesundheitswesen angekündigt. An Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums gewandt sagte er: „Mit der Expertise, wenn wir das zusammen machen, (…) kann man ein Gesundheitssystem, was mit zu den teuersten weltweit gehört, besser machen, effizienter machen, ja, vielleicht auch gerechter machen und leistungsfähiger.“

Linnemann sagte über die Übernahme des Ministeriums: „Ich habe so etwas noch nie erlebt.“ Er räumte ein: Vor anderthalb Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich hier stehe.“ Linnemann war nach seinen Worten kurzfristig von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gebeten worden, Nachfolger der künftigen Kanzleramtsministerin Warken zu werden. Dafür hat er nun das Amt des CDU-Generalsekretärs abgegeben. Im Mai 2025 hatte Linnemann in einem Interview begründet, warum er damals nicht Gesundheitsminister werden wollte, unter anderem mit den Worten: „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten.“

Fortsetzung des bisherigen Kurses

Linnemann bekannte sich bei der Amtsübergabe ausdrücklich zum bisherigen Kurs des Ministeriums. „Eine verlässliche und finanzierbare Versorgung in Gesundheit und Pflege sind mein politischer Auftrag“, erklärte der neue Minister. Der in den vergangenen 14 Monaten geebnete Weg werde „konsequent“ fortgesetzt. Bei der bereits angekündigten Pflegereform komm es darauf an, dass die „Alltagshelden“, die fast fünf Millionen Menschen zu Hause pflegen, nicht vor den Kopf gestoßen würden.

Herausforderungen mit Demut angehen

Zugleich verwies Linnemann auf die Größe der anstehenden Aufgaben. „Die Herausforderungen sind immens und ich gehe mit der notwendigen Demut an diese Aufgabe“, so der Minister. Dabei setze er auf die „außerordentliche Erfahrung“, das Engagement und die Expertise des Hauses.

Warken übernimmt neue Rolle im Kanzleramt

Nina Warken war unmittelbar vor der Amtsübergabe zur Chefin des Bundeskanzleramts und Bundesministerin für besondere Aufgaben berufen worden. Sie hatte das Bundesgesundheitsministerium rund 14 Monate lang geleitet. Wie aus dem Ministerium verlautete, will Linnemann den in dieser Zeit begonnenen Reformkurs im Gesundheits- und Pflegebereich weiterführen.