Management
Caritas Steinfurt: Nachfrage und Angebot der Tagespflege stark gestiegen
„Tagespflege ist neben dem Altenheim und zusätzlich zur ambulanten Pflege zu Hause eine ganz wichtige Säule“, erklärt Christiane Nitz, die die ambulanten und teilstationären Dienste der Caritas Steinfurt leitet. Nachfrage und Angebot seien in den vergangenen Jahren stark gewachsen.
Allein die Caritas Steinfurt biete Tagesstätten in Horstmar, Altenberge, Laer und Borghorst an, im gesamten Bistum Münster gebe es mittlerweile 115 Tagespflegen.
13 Plätze bietet die SenTa Steinfurt, bis zu 16 sind notfalls möglich, erklärt Christiane Nitz. Vor Corona habe es Wartelisten gegeben, jetzt habe man aber noch Kapazitäten, da nicht alle Senioren zurückgekehrt seien und man zwei weitere Tagespflegen eröffnet habe.
In der Coronazeit haben die Gäste die Tagespflege auch als „Kirchort“ geschätzt, weiß Burkhard Baumann. Er ist Geschäftsführer des in der „Domus“ zusammengefassten Altenhilfe-Bereichs der Caritas Steinfurt. Die Kirchen waren geschlossen, aber Seelsorger kamen in die Tagespflege. Wobei das schon vorher so war und weiterhin gilt. „Regelmäßig bieten wir Wortgottesdienste an und pflegen eine intensive Zusammenarbeit mit der Pfarrei“, sagt Nitz.
Wie solche Angebote noch bekannter gemacht und zugleich weiterentwickelt werden können, das überlegt derzeit Natalie Albert vom Diözesancaritasverband Münster. Im Projekt „Profil“ mit der Hochschule Bielefeld geht sie mit Christiane Nitz und Marion Dennemann diesen Fragen nach.
So wüssten viele Menschen nicht, dass die Pflegekasse neben dem Entlastungsbetrag für zu Hause zusätzlich für die Tagespflege zahle, erklärt Nitz. Der Betrag hänge vom Pflegegrad ab. Der Kontakt komme häufig über die ambulante Pflege zustande. Deren Mitarbeitende könnten gut einschätzen, wann eine Betreuung tagsüber außer Haus sinnvoll ist.
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