Personal
Gewaltfrei in der Pflege: Resilienz in herausfordernden Situationen
Ein Projekt des Wohnparks Elsa Fenske in Dresden gibt Mitarbeitenden präventive Werkzeuge an die Hand und stärkt ihre Resilienz, damit sie sich auch in herausfordernde Situationen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Einrichtungsleiterin Annegret Padberg gibt Einblicke und berichtet von „fahrenden Pflegekräften“.
„Auf Mitarbeitende in der Pflege lastet häufig ein großer Druck: So geht die ohnehin dünn gestrickte Personaldecke vielfach einher mit stetig wachsenden Anforderungen an Pflegebedarfen, Sozialkompetenzen und Leistungen“, schreibt Annegret Padberg, Einrichtungsleiterin des Wohnparks Elsa Fenske der Cultus gGmbH aus Dresden in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“. Der Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen, starke demenzielle Erkrankungen kombiniert mit anderen psychiatrischen Diagnosen stresse die Mitarbeitenden in den verschiedenen Bereichen der Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft, Haustechnik und Fahrdiensten noch zusätzlich.
Als 2019 ein neu formierte Leitungsteam startete, sah es sich laut Padberg schnell damit konfrontiert, wie schwer es war, die Balance zwischen Druck und Druckausgleich zu halten“ „Das Team nahm sich vor, eine größere Sensibilität dafür zu schaffen, in welchen Situationen Gewaltformen auftreten können und eine neue Achtsamkeit zu schaffen.“ Gemeinsam mit einem Psychotherapeuten einem Demenzexperten erhielt das Team dann fachlichen Input und entwickelte im Jahr 2020 das Projekt „Gewaltfrei in der Pflege, Betreuung und Versorgung gerontologischer Patienten” (GEWAP).
Fahrende Pflegekräfte
Zu den Maßnahmen gehörte eine Neuerung im Personaleinsatzkonzept. Vorher hatte es für die Tagespflege der Einrichtung zwei Teams gegeben: Eins für Pflege und Betreuung in den Räumlichkeiten der Einrichtung – und den Fahrdienst. Der neue Ansatz: Aus den zwei getrennten Teams sollte ein großes Tagespflegeteam werden, bestehend aus Pflegekräften, Betreuungskräften, Fahrern – und, ganz neu, fahrenden Pflegekräften. „Das Ziel war eine qualitative Begleitung des Gastes während der Fahrt durch Kenntnisse in pflegerischen Belangen sowie Fachkenntnissen hinsichtlich des Umgangs mit herausfordernden Verhaltensweisen, Deeskalation, aber vor allem Vertrauens- und Beziehungsaufbau indem mehr gemeinsame Zeit miteinander verbracht wird“, erläutert Padberg. „Mittlerweile sind drei Mitarbeitende als pflegende Fahrer angestellt und bereichern das Tagespflegeteam.“
Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.
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