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Verband ermittelt 28 Schließungen von Tagespflegen

Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) hat eine „Deutschlandkarte Heimsterben“ veröffentlicht. Sie dokumentiert über 800 Angebotseinschränkungen, Insolvenzen und Schließungen in der Altenpflege. Mit aufgenommen wurde auch ambulante und teilstationäre Angebote.

Screenshot der Deutschlandkarte Heimsterben“ Quelle: AGVP

„Über 800 Pflegeheime und ambulante Dienste mussten 2023 Insolvenz anmelden oder schließen. Das zeigt die Deutschlandkarte Heimsterben. Und das Heimsterben geht weiter, egal ob familiengeführtes Pflegeheim, kirchliche Sozialstation oder leistungsstarkes Pflegeunternehmen. Der pflegerischen Versorgung droht in diesem Jahr der Kollaps. Leidtragende sind die Pflegebedürftigen“, meint Thomas Greiner, Präsident des AGVP.

„Die Kassen erkennen Preissteigerungen für die Heime und Dienste nicht an, obwohl die Inflation für jeden spürbar ist. Sozialämter verschieben die Begleichung offener Rechnungen bei Pflegeeinrichtungen auf den Sankt Nimmerleinstag. Und die Politik schaut ungerührt zu, wie eine Pflegeeinrichtung nach der anderen den Bach runter geht und damit die Versorgungssicherheit“, so Greiner weiter.

Hier geht es zur Deutschlandkarte

Die Ergebnisse in Zahlen (Quelle: AGVP):

 

Ergebnisse Finale Zahl
Schließungen Stationär 88
Schließungen Ambulant 24
Schließungen Tagespflege 28
Schließungen Betreutes Wohnen/Senioren-WGs etc. 12
Insolvenzen Ambulant 143
Insolvenzen Stationär 247
Insolvenz Tagespflege 85
Insolvenz Betreutes Wohnen/Senioren-WGs etc. 183
Schließungen Insgesamt 152
Von Insolvenz betroffene Pflegeangebote insgesamt 658
Von Insolvenz oder Schließung betroffene Pflegeangebote 810
Von anderen Angebotseinschränkungen betroffen 10
Stand 31.12.23