Demenz
BMG schreibt Demenz-Versorgungspfad aus
Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) hat den Auftrag für die Entwicklung und Erarbeitung eines realistischen Versorgungspfades für Menschen mit Alzheimer-Demenz und ihre Angehörigen im ambulanten Versorgungssetting ausgeschrieben.
„Ein Versorgungspfad für Menschen mit Alzheimer-Demenz und ihre Angehörigen ist ein strukturierter Leitfaden und ein Plan, bei dem die Aspekte der Beratung, Teilhabe, Unterstützung, Pflege und Betreuung abgedeckt werden. Er bildet den gesamten Krankheitsverlauf entlang des alltäglichen Lebens ab. Der zu entwickelnde Versorgungspfad ist darauf auszurichten, die Qualität der Versorgung für Menschen mit Alzheimer-Demenz in Deutschland im Vergleich zur derzeitigen angebotenen Versorgung messbar zu verbessern“, heißt es in der Ausschreibung.
Der Versorgungspfad soll die sektorenübergreifende Zusammenarbeit der an der Versorgung von Menschen mit Demenz beteiligten Akteuren stärken und die Qualität der Versorgung von Menschen mit Alzheimer-Demenz im Vergleich zur derzeitigen angebotenen Versorgung messbar verbessern und sicherstellen. Darüber hinaus ist die Anforderung, dass der Pfad als Orientierungshilfe für alle an der Versorgung Beteiligten dient sowie Transparenz zu den bestehenden Angeboten schafft, die die Aspekte der Beratung, Teilhabe, Unterstützung, Pflege und Betreuung abdecken sollen.
Der Versorgungspfad soll auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie einer systematischen Literaturrecherche entwickelt werden und eine finanzielle und rechtliche Einordnung anbieten. Der Versorgungspfad soll bei der Diagnose ansetzen und die weiteren Schritte des Krankheitsverlaufs entlang des alltäglichen Lebens und der Versorgung beinhalten. Im Rahmen des Projekts soll sichergestellt werden, dass die notwendige Versorgung, die Bedürfnisse der direkt Betroffenen und die (Informations-)Bedürfnisse ihrer Angehörigen, u.a. mit einer umfassenden Partizipation dieser Gruppe, bestmöglich adressiert und erfüllt werden.
Bis zum 19. September 2024 können interessierte wissenschaftliche Einrichtungen ihre Projektanträge einreichen.Weiterführende Informationen sowie die gesamte Förderbekanntmachung können online abgerufen werden.
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