Demenz

Freude schenken durch Malen mit Musik

Malen zur Musik macht Freude, regt die Fantasie an und ermutigt betagte Menschen, sich künstlerisch auszuprobieren. Die Kunsttherapeutin und Gerontotherapeutin Christine Lüder stellt in der aktuellen Ausgabe von Aktivieren vor, wie das Vorhaben gelingt.

AdobeStock/Gina Sanders

Freude schenken durch Malen mit Musik: Musik, gerade wenn sie vertraut ist, trägt, weckt Erinnerungen und gibt dadurch Sicherheit. Sie regt auch die Fantasie an und ermutigt. „Darum ist dies eine Einladung, in einer kleinen Gruppe zusammenzukommen und sich künstlerisch auszuprobieren“, so Christine Lüder.

Ihr Praxistipp: „Veranstalten Sie die Malgruppe „Malen zu Musik“ regelmäßig, so ist es hilfreich zur Orientierung einen ähnlichen Aufbau zu wählen. Zu Beginn eignen sich ruhigere Stücke, die sich dann in ihrer Dynamik steigern können, die Lieder werden beschwingter zum Malen. Zum Ende werden die Stücke wieder ruhiger. Sie können die die Kunstwerke gemeinsam betrachten und schließen mit dem Singen eines Liedes. Das Ganze ist auf ungefähr eine Stunde angelegt. Es kann aber auch länger dauern kann, wenn einige Teilnehmende erst lieber schauen und der Musik lauschen und dann anfangen zu malen.“

Damit das Hören nicht passiv bleibt

Damit die vorgespielte Musik nicht zu einem beliebigen Hintergrundgeräusch wird, ist es gemäß der Kunsttherapeutin gut, das Hören aktiv zu gestalten. Das heißt, die Musikstücke werden gezielt ausgesucht (thematischer, biografischer Bezug) und, begleitet durch andere Anregungen (Bewegung, Farbe, Gerüche etc.), bewusst erlebt. „Auch das Malen an einem großen Bild kann Gemeinschaft erzeugen und helfen, Unsicherheiten zu überwinden, ebenso wie eine Vorzeichnung, die zum jeweiligen Thema passt“, weiß Lüder.