Betreuung
Videos helfen bei Unruhe in Krisensituationen
Eine neue Studie zeigt, wie visuelle Entspannung bei älteren Menschen mit Unruhe signifikant den Bedarf an Medikamenten reduziert.
Eine Studie hat den Einsatz der audiovisuellen Anwendung Qwiek.up zur Verringerung der Unruhe bei älteren Menschen in der Notaufnahme untersucht. Die Studie wurde im European Journal of Emergency Medicine veröffentlicht.
Qwiek.up wurde ursprünglich für die Altenpflege entwickelt. Das System projiziert beruhigende Bilder und Klänge, die eine stimulierende Wirkung auf Menschen mit Demenz haben können. 57 Personen haben an der Studie teilgenommen. Sie wurden nach dem Zufallsprinzip in zwei Gruppen aufgeteilt: Die eine erhielt in der Notaufnahme eine einstündige Projektion von Qwiek.up-Sequenzen, die andere eine Standardversorgung. Bereits nach 30 Minuten zeigten die Patienten der Qwiek.up-Gruppe signifikant bessere Werte als die Patienten der Kontrollgruppe. Dieser Effekt hielt auch nach 60 Minuten an. Außerdem benötigten in der Qwiek.up-Gruppe weniger Personen zusätzliche Beruhigungsmittel oder Antipsychotika.
Die Studie scheint zu bestätigen, dass der Einsatz audiovisueller Anwendungen effektiv dazu betragen kann, um die Unruhe in der Notaufnahme zu reduzieren und den Bedarf an zusätzlichen Beruhigungsmitteln signifikant zu senken. Wenn pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner eine solche Anwendung schon aus ihrer Einrichtung her kennen, könnten diese in einer Notfallsituation eine zusätzliche Orientierung erhalten, betont das Unternehmen.
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