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Essener Caritas prämiert Projekte für Klimaschutz

Die Gewinner des Ideenwettbewerbs der Caritas im Bistum Essen zum Klimaschutz stehen fest: Sieben Projekte für nachhaltigen Klimaschutz dürfen sich über eine Förderung freuen.

Grafik: Caritasverband für das Bistum Essen

Stefanie Siebelhoff, Direktorin des Essener Diözesan-Caritasverbands, zeigte sich beeindruckt von der Ideenvielfalt: „Das beweist, dass sich unsere Mitglieder und Einrichtungen langfristig auf den Weg zu mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit machen.“

Die Caritas im Bistum Essen hatte den Wettbewerb mit einer Gesamtfördersumme von 70.000 Euro als Höhepunkt und krönenden Abschluss der diesjährigen Caritas-Kampagne „Für Klimaschutz, der allen nutzt“ ausgeschrieben.

Eine dreiköpfige Jury bestehend aus Astrid Schaffert, Referentin für sozial gerechte Klimapolitik beim Deutschen Caritasverband in Freiburg, Sebastian Geis, Beauftragter für Klimaschutz beim Essener Diözesan-Caritasverband, sowie Julian Pannen, Fridays for Future-Aktivist aus Essen, prüften die eingereichten Projektvorschläge unter anderem daraufhin, ob sie dem Ziel der Klimaneutralität dienen.

Dass man sich diesem großen Ziel auch mit ganz kleinen und praktischen Schritten nähern kann, zeigen die sehr unterschiedlichen Gewinnerideen (hier einen Auswahl):

Fahrradstellplätze für Mitarbeitende

In Bochum will der Ortscaritasverband an einem zentralen Ort eine überdachte Fahrradabstellanlage mit Ladestation für die Mitarbeitenden verschiedener Einrichtungen und Dienste bauen. Die Caritasmitarbeitenden sowie Gäste und Klienten sollen ermutigt werden, öfter das Auto stehen zu lassen und stattdessen das Fahrrad zu nutzen.

Ein Pop-Up-Park als „grüne Oase“

In Essen hat sich die Jury vom Konzept eines Pop-up-Parks überzeugen lassen. Der Stadtcaritasverband schreibt dazu: „Durch sich stetig verdichtende Bebauung urbaner Räume werden Grünflächen in Städten rar. Dabei werden gerade diese benötigt, um Luftverschmutzungen vorzubeugen und Artenvielfalt zu gewährleisten. Im Grünen lebt es sich fröhlicher und schöner als zwischen Asphalt und Beton.“ Der Pop-Up-Park als grüne Oase mit Hochbeeten, Sitzgelegenheiten und Lerntafeln soll nicht nur den Caritaseinrichtungen, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt zur Verfügung stehen. Die einzelnen Elemente sind je nach Einsatzort individuell kombinierbar.

Nachhaltig und umweltbewusst handeln

In Gelsenkirchen veranstaltet das Sozialwerk St. Georg für die eigenen Mitglieder und Einrichtungen einen Tag der Nachhaltigkeit mit Informationen und Mitmachaktionen zu den Themen Wetter, Klima, Energiesparen, Upcycling, Mülltrennung, gesunde Ernährung, Foodsharing und Trinkwasserschutz. Der Tag der Nachhaltigkeit soll jährlich stattfinden.

Energiekonzept hilft, klimaneutral zu werden

Auch die Caritas in Altena-Lüdenscheid setzt auf Sensibilisierung der eigenen Mitarbeiterschaft: Die „Grüne Woche 2.0“ widmet sich monatlich je einem anderen Schwerpunkt, wie beispielsweise Probetickets für den ÖPNV, Umrüstung auf Wassersprudler und Fachvorträge. Darüber hinaus wollen die Caritas-Mitarbeitenden im kommenden Herbst für jedes Neugeborene, dessen Eltern in der Schwangerschaftsberatung betreut wurden, einen Baum pflanzen und den Eltern ein Zertifikat überreichen. Zudem plant der Verband, von unabhängiger Seite ein Energiekonzept erstellen zu lassen, um möglichst bis zum Jahr 2030 klimaneutral zu werden.

Im kommenden Jahr, wenn die Projekte Form angenommen haben, lädt der Essener Diözesan-Caritasverband alle Gewinner zu einer Projekttour ein, um sich über die Fortschritte und Initiativen im Bereich Klimaschutz auszutauschen und voneinander zu lernen.