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Gewalt in der Pflege: Präventionsprojekt PEKo geht das Tabuthema an

Was sind die Risikofaktoren für Gewalt in der Pflege? Wer trägt Verantwortung? Und wie lassen sich vorbeugende Maßnahmen im ambulanten Setting aufbauen? Das Projekt PEKo entwickelt im partizipativen Prozess Einrichtungs- und Setting-spezifische Maßnahmen und Konzepte zur Prävention von Gewalt. Die aktuelle Ausgabe von Häusliche Pflege widmet dem Thema einen Schwerpunkt.

Bild: snyGGG - stock.adobe.com. Entwickelt wurde das PEKo-Projekt von Studienzentren verschiedener Hochschulen und Universitäten mit Unterstützung der Techniker Krankenkasse (TK). 

Gewalt in der Pflege – das ist ein häufig tabuisiertes und gleichzeitig medial oftmals skandalisiertes Thema. Wie das Autor:innen-Team Christin Richter, Bianca Kötz und Marco Sander in der Mai-Ausgabe von Häusliche Pflege feststellen, scheint Gewalt in der Pflege aber ein leider keine Seltenheit zu sein und in verschiedenen Formen aufzutreten. Davon betroffen sein können denmach Menschen mit Pflegebedarf genauso wie pflegende Angehörige und professionell Pflegende. Weitaus mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der ambulanten Pflege, in stationären Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäusern hätten demnach von Pflegeempfänger:innen ausgehende körperliche und verbale Gewalt erfahren.

Das das Gewaltpräventionsprojekt PEKo an entwickelt im partizipativen Prozess Einrichtungs- und Setting-spezifische Maßnahmen und Konzepte zur Prävention von Gewalt, um die Einrichtungen nachhaltig für das Thema Gewalt zu sensibilisieren, Handlungssicherheit zu schaffen und gewaltpräventive Strukturen aufzubauen. Die Kurzform PEKo steht für „Partizipative Entwicklung und Evaluation eines multimodalen Konzeptes zur Gewaltprävention in pflegerischen Settings“.

Gewalt auf mehreren Ebenen begegnen

Insgesamt kommt das Autor:innen-Team zu dem Schluss, dass es nicht ausreiche, das Phänomen Gewalt in der Pflege allein auf Ebene der in der Pflege Beschäftigten anzugehen. Um Gewalt in der Pflege nachhaltig vorbeugen zu können, müsste diesem Phänomen eher auf mehreren Ebenen begegnet werden: auf Beschäftigtenebene hinsichtlich Sensibilisierung und Handlungssicherheit, auf Führungsebene hinsichtlich der Etablierung einer Einrichtungskultur, die einen offenen Umgang mit Gewalt ermöglicht, und auf politischer Ebene hinsichtlich der Qualifizierung von Pflegenden und angemessener Rahmenbedingungen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Häusliche Pflege.