Aktivierung und Betreuung
Männer zur Teilnahme motivieren: Mit Rollenbildern arbeiten
Männliche Pflegekunden zeigen oft wenig Interesse an Gemeinschaftsangeboten. Mit geschicktem Umgang und gezieltem Appell an ihr Rollenverständnis können Betreuungskräfte das ändern.
Männer zur Teilnahme motivieren: Mit Rollenbildern arbeiten: Viele ältere Männer vermeiden Gruppenaktivitäten, da sie Schwächen nicht zeigen möchten. Ihre Sozialisation als selbstständige und starke Entscheidungsträger steht oft im Widerspruch zur neuen Lebenssituation. Gemeinschaftliche Angebote werden daher häufig gemieden – selbst bei Bezug zu früheren Hobbys oder Interessen. Das schreibt Einrichtungsleiter und Dozent Bernd Hoffmann in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Aktivieren.
Isolation und ihre Folgen
Die Zurückhaltung führt häufig zu Isolation. Männer ziehen sich zurück, verarbeiten ihr Schicksal allein und verpassen soziale Bereicherungen. Gefühle und deren Ausdruck spielen dabei eine besondere Rolle, denn sie werden traditionell nicht thematisiert.
Appell an das Helfersyndrom
Betreuungskräfte können mit einer einfachen Strategie entgegenwirken: Männer in ihrem klassischen Rollenbild abholen. Indem sie sie um Hilfe bitten, ihren Rat oder ihre Stärke betonen, fühlen sich Männer gebraucht und ermutigt. Diese Ansprache stärkt ihr Selbstbewusstsein und erleichtert die Teilnahme an Aktivitäten. Weibliche Betreuungskräfte können durch diese Ansprache sogar oft erfolgreicher sein als männliche Kollegen.
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