Demenz

Museumsprojekt für Demenzerkrankte in Sachsen

Regelmäßige Museumsbesuche können das Wohlbefinden und die Lebensqualität von Demenzerkrankten steigern. So lautet das Fazit eines Projektes, das unter dem Titel „Erinnerungs_reich – Museen als Medizin für Menschen mit Demenz“ in den vergangenen drei Jahren von einem Bündnis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Sachsen gefördert wurde.

Museumsbesuche können einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit an Demenz erkrankter Menschen haben. Foto: Adobe Stock/JackF

„Das Projekt macht deutlich, wie wichtig es ist, niedrigschwellige Angebote zu schaffen, die nicht nur die Erkrankten selbst unterstützen, sondern auch die Belastungen der Angehörigen verringern und ihre Lebensqualität verbessern“, erklärte Silke Heinke, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft GKV-Bündnis für Gesundheit in Sachsen.

Für das Vorhaben in Regie von Allgemeinmedizinern der Technischen Universität und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wurden Mitarbeiter in 33 Museen geschult und ein Leitfaden für Museumspädagogen entwickelt. Es galt niedrigschwellige Angebote für Demenzkranke und ihre Angehörigen zu schaffen und den gesundheitsförderlichen Nutzen zu überprüfen.

„Die Projektergebnisse verdeutlichen, dass Museumsbesuche für Demenzerkrankte einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit und das emotionale Wohlbefinden haben können. Die Möglichkeit, Kunstwerke zu betrachten und Erinnerungen zu aktivieren, führte zu mehr sozialen Interaktionen und verbesserter Lebensqualität“, hieß es. (dpa)