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„Hören und Verstehen“: Präventionsprojekt stärkt Teilhabe in der Tagespflege

In der AWO Tagespflege Buchbrunn wurden Maßnahmen zur Verbesserung von Hören und Kommunikation umgesetzt, um die Lebensqualität der Senior:innen zu fördern. Schulungen für Mitarbeitende und Hörscreenings für Gäste standen im Mittelpunkt des Projekts, das durch verschiedene Pflegekassen unterstützt wurde.

Ältere Frau im Ringelshirt hält die Hand ans Ohr, um besser zu hören.
Hörprobleme können die Kommunikation und Lebensqualität im Alltag erschweren. Foto: AdobeStock/JPC-PROD

Pflegebedürftige Senior:innen sind oft von Hörbeeinträchtigungen betroffen, die ihre Teilhabe am Alltag erschweren. Um dies zu erkennen und gezielt darauf einzugehen, nahm die AWO Tagespflege Buchbrunn in Unterfranken am Präventionsprogramm „Hören und Kommunikation in Pflegeeinrichtungen“ teil.

Das Programm, organisiert vom Blindeninstitut Würzburg, bot den Mitarbeitenden der Tagespflege praxisorientierte Schulungen und Selbsterfahrungsübungen. Dabei wurden Themen wie der Umgang mit Hörgeräten, alternative Kommunikationsstrategien und die Erkennung von Hörproblemen behandelt. „Wie bemerkt man eine Hörbeeinträchtigung und welche Auswirkungen hat sie? Das sind Fragen, die uns täglich betreffen. Die Schulungen haben uns sehr geholfen“, berichtet eine Mitarbeiterin der Einrichtung.

Für die Gäste der Tagespflege fanden Hörscreenings statt, bei denen Hörprobleme identifiziert und Lösungsansätze angeboten wurden. Zusätzlich gab es Gruppenangebote, um alternative Kommunikationsmethoden zu erproben. „Viele unserer Gäste konnten durch die Hörscreenings wertvolle Erkenntnisse gewinnen“, so ein Mitarbeitender.

Bedeutung von Hörgesundheit im Alter

Hörbeeinträchtigungen sind im Alter weit verbreitet – mehr als die Hälfte der über 80-Jährigen gilt als hochgradig schwerhörig. Unbehandelte Hörprobleme können nicht nur die Lebensqualität einschränken, sondern auch das Risiko für Stürze, Depressionen und Demenz erhöhen. „Gerade im hohen Alter sind regelmäßige Hörüberprüfungen wichtig, um die Folgen einer Hörminderung rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln“, erklärt ein Experte des Präventionsteams.

Das Projekt in Buchbrunn wurde durch die Pflegekasse bei der AOK Bayern sowie weitere Träger wie die IKK classic und die Knappschaft unterstützt. Für stationäre Pflegeeinrichtungen ist die Teilnahme an solchen Programmen kostenfrei. „Sowohl die Mitarbeitenden als auch die Gäste konnten wertvolle Eindrücke gewinnen und waren alle mit Freude dabei“, heißt es aus der Tagespflege Buchbrunn.

Das Präventionsprogramm zeigt, wie wichtig es ist, auf die individuellen Bedürfnisse von Senior:innen einzugehen, um ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität langfristig zu erhalten. Quelle: Mainpost online