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ASB übernimmt Tagespflege „Alte Molkerei“ in Rehren

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Leine-Weser hat die Tagespflege „Alte Molkerei“ in Rehren im Landkreis Schaumburg übernommen und sichert damit die Zukunft der Einrichtung. Seit Anfang Januar ist der ASB offiziell neuer Betreiber und beendet damit die Unsicherheiten, die durch ein vorläufiges Insolvenzverfahren entstanden waren.

Gute Nachrichten für die Tagespflege "Alte Molkerei" in Auetal. Der ASB übernimmt die Einrichtung, der bereits eine Schließung drohte. Foto: underdogstudios/fotolia

Die Tagespflege „Alte Molkerei“ ist als einzige Einrichtung dieser Art in der Gemeinde Auetal mit rund 6000 Einwohner:innen ein wichtiger Bestandteil der regionalen Versorgung. Sie ist Teil eines Modellprojekts, das hausärztliche Versorgung mit Pflege- und Therapieangeboten kombiniert. Nach einer intensiven Prüfung hat sich der ASB entschieden, die Verantwortung zu übernehmen. „Wir sind gerne eingesprungen, da wir festgestellt haben, dass die Tagespflege trotz der Insolvenz auf festen Beinen steht“, erklärte ASB-Geschäftsführer Jens Meier gegenüber shg-aktuell.de.

Die Übernahme durch den erfahrenen Regionalverband mit Sitz in Barsinghausen, der bereits fünf weitere Tagespflegen betreibt, ermöglicht den vier Mitarbeitenden der Einrichtung, ihre Arbeit fortzusetzen. „Die Leute blicken also weiterhin in vertraute Gesichter“, sagte Daniel Korn, neuer Pflegedienstleiter und Fachkraft für Gerontopsychiatrie. Korn betont, dass die Unsicherheit für die Senior:innen und ihre Angehörigen nun vorbei sei. Jens Meier berichtete von einem Gespräch mit einem verzweifelten Angehörigen: „Er war verzweifelt, da er keine andere Lösung für seine Ehefrau hatte. Diese Sorge muss sich nun im Auetal niemand mehr machen.“

Flexible Angebote für Senior:innen und umfassende Betreuung

Die Tagespflege „Alte Molkerei“, die Anfang Dezember 2024 eröffnet wurde, bietet werktags von 8 bis 15.30 Uhr ein vielfältiges Programm an. Die Einrichtung verfügt über einen großen Aufenthaltsraum mit Wohnküche und Fernsehecke, einen Ruheraum, sanitäre Einrichtungen sowie einen Garten mit Terrasse. Neben Grund- und Behandlungspflege gehören gemeinsame Mahlzeiten, Mobilitätstraining und Einzeltherapien wie Gedächtnis- und Selbsthilfetraining zu den Angeboten. Freizeitaktivitäten wie Handarbeiten, Gesellschaftsspiele, Gymnastik oder Gartenarbeit sollen den Senior:innen Abwechslung und Gemeinschaft bieten.

„Zusammen ist man weniger allein“ lautet das Motto der Einrichtung, die sich in erster Linie an Senior:innen richtet. Es gibt jedoch keine Alters- oder Pflegegradbeschränkungen. Auch Menschen mit Demenz sind willkommen. Insgesamt stehen 15 Plätze zur Verfügung, von denen aktuell noch einige frei sind.

Quelle: shg-aktuell.de