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Stiftung LebensWerte Altenpflege vorgestellt: Starker Impuls für die Zukunft der Pflege

Auf der Zeche Zollverein in Essen wurde am 21. April im Rahmen eines Networking-Abends der ALTENPFLEGE 2026 ein bedeutendes neues Projekt für die Branche präsentiert: die Stiftung LebensWerte Altenpflege. Vor zahlreichen Gästen aus Pflege, Wissenschaft und Management stellten die Chefredakteure Lukas Sander und Steve Schrader die Ziele und Struktur der Stiftung vor.

Präsentation der Stiftung auf dem Netzwerkabend der Messe ALTENPFLEGE 2026 (v.l.n.r.): Jonas Vincentz, Lukas Sander, Steve Schrader, Silke Boschert, Helmut Wallrafen, Torsten Anstädt, Christel Bienstein, Matthias Ehbrecht, Miriam von Bardeleben; nicht auf dem Bild: Alexia Zurkuhlen Foto: Jochen Kratschmer

Bereits zu Beginn machte Dominik Wagemann, Verlagsleiter des Vincentz Network, deutlich, welche Bedeutung die Initiative hat. Mit der Gründung der Stiftung wolle man einen nachhaltigen Beitrag leisten, um die Altenpflege in Deutschland positiv weiterzuentwickeln. Herzstück ist ein Stiftungskapital von einer Million Euro, das über einen Zeitraum von 20 Jahren eingesetzt wird.

Im Zentrum der Stiftungsarbeit steht ein jährlich vergebener Preis: die LebensWerte Altenpflege Awards, die ab 2027 jährlich mit insgesamt 25.000 Euro dotiert sind. Wie Schrader erläuterte, sollen damit herausragende Leistungen in der Alten- und Langzeitpflege sichtbar gemacht und gewürdigt werden. Ausgezeichnet werden Engagement und Innovation in vier Kategorien: bürgerschaftliches Engagement, Pflegewissenschaft und Forschung, herausragende Pflegepraxis sowie zukunftsorientierte Führung. Besonders im Fokus stehen dabei Einzelpersonen oder Teams, deren Arbeit konkrete Wirkung zeigt – häufig abseits öffentlicher Aufmerksamkeit.

Initiiert wurde die Stiftung von Jonas Vincentz, Geschäftsführer von Vincetz Network, der im Gespräch mit Sander die Beweggründe erläuterte. Ziel sei es, gezielt in die Zukunft der Pflege zu investieren und Menschen zu fördern, die den Unterschied machen. Das Modell der Verbrauchsstiftung ermögliche dabei eine planbare und kontinuierliche Förderung über zwei Jahrzehnte hinweg. „Wir haben mit der Pflege 1960 begonnen, also vor mehr als 65 Jahren. Seitdem sind wir so eng wie es nur geht mit der Branche verbunden.“ Beobachtet habe man dabei, dass den Menschen in der Pflege „die Aufmerksamkeit, die Anerkennung, die Sichtbarkeit“ oft fehle. Wichtig sei zudem die Unabhängigkeit von unternehmerischen Interessen: „Unternehmerisch macht man andere Entscheidungen, als wenn man der Gesellschaft etwas zugute kommen lassen möchte“, hob Jonas Vincetz hervor.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die hochkarätig besetzte Jury, die im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt wurde. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Christel Bienstein, Alexia Zurkuhlen, Silke Boschert, Thorsten Anstädt und Helmut Wallrafen. Sie bringen unterschiedliche Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Management in den Auswahlprozess ein.

In kurzen Gesprächsrunden wurde deutlich, welche Erwartungen die Jury mit der Stiftung verbindet. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Anerkennung und Förderung, sondern auch die gesellschaftliche Sichtbarkeit der Pflege. Gerade die vielen innovativen und engagierten Ansätze im Alltag der Altenpflege sollen stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken.

Zum Abschluss rief Sander die Anwesenden dazu auf, potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für den Preis zu ermutigen. Die Stiftung verstehe sich als Plattform für genau jene Menschen, die mit ihrer Arbeit die Pflege nachhaltig prägen.

Der Abend klang in persönlichem Austausch und Networking aus – mit einem klaren Signal: Die Stiftung LebensWerte Altenpflege will langfristig Impulse setzen und den Menschen in der Pflege die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen.