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Neue Ansätze: Mehr Lebensqualität bei Demenz

Degenerative Demenzen sind weder zuverlässig verhinderbar noch heilbar. Sie sind jedoch behandelbar – das heißt, es gibt Interventionen, die den Betroffenen einen signifikanten und bedeutsamen Vorteil gegenüber einer Nicht-Behandlung bieten.

Das Symptombild der Demenz umfasst Einbußen an kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Vor allem betroffen sind das Kurzzeitgedächtnis. Bei einigen Formen kommt es auch zu Veränderungen der Persönlichkeit. Foto: Adobe Stock/LIGHTFIELD STUDIOS (Symbolbild).

Bleibt eine Demenz völlig unbehandelt, ist davon auszugehen, dass die kognitiven Fähigkeiten kontinuierlich abnehmen. „Dies bedeutet, dass im Durchschnitt Menschen ab dem Beginn der klinisch manifesten Demenzsymptomatik gerechnet nach durchschnittlich vier bis fünf Jahren das Stadium einer schweren Demenz erreicht haben“, erklären die Ergotherapeutin Anne Wirsing und Prof. Dr. med. Elmar Gräßel (Konzeptverantwortlicher und Leiter des Zentrums für Medizinische Versorgungsforschung des Universitätsklinikums Erlangen) in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“. Zudem sei der Umgang mit Personen, die an einer Demenz leiden, mit erheblichen Belastungen für die Pflegendenverbunden: „So tritt zum Beispiel aggressives Verhalten mit Zunahme der Demenz häufiger auf, von durchschnittlich 14 Prozent bei leichter Demenz bis hin zu 47 Prozent bei schwerer Demenz.“

Personen die verlorenen Anregungen wiedergeben

Ein Ansatz, dieser Entwicklung entgegen zu wirken sei die sogenannte MAKS®-Intervention. Am Anfang der Entwicklung dieser Intervention habe die Idee gestanden, den betroffenen Personen die Anregungen wiederzugeben, die ihnen durch eine Ereignisspirale innerhalb des Demenzprozesses (geringere kognitive Fähigkeiten, Rückzug, noch weniger Anregung, weitere Abnahme der Fähigkeiten) verloren gehen. Aus dem bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell lasse sich ableiten, dass für kognitive Fähigkeiten die Beeinflussung durch kognitive Stimuli, körperliche Aktivitäten, soziale Interaktionen und die intensive Beteiligung am Alltagsgeschehen vielversprechende Ansatzpunkte sind.

„Diese vier Komponenten werden in der MAKS®-Intervention (motorisch, alltagspraktisch, kognitiv, sozial) berücksichtigt“, so Anne Wirsing und Prof. Elmar Gräßel. Die Intervention könne überall dort eingesetzt werden, wo Menschen mit leichter oder moderater Demenz mindestens an ein bis zwei Tagen pro Woche als Kleingruppe zusammenkommen.

Lesen Sie den ganzen Beitrag inklusive detaillierter Erläuterungen in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.