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Ernährung im Alter: So wird sie ausgewogen und nachhaltig

Die Ernährung soll auch im Alter die Gesundheit fördern sowie Mangel- und Überernährung entgegenwirken. Gleichzeitig sollen die Speisen nachhaltig sein und vor allem schmecken. Wie kann das in der Tagespflege gelingen?

Tipp: Bieten Sie vegetarische Speisen besonders attraktiv an, z. B. als „Gruß aus der Küche” oder bei Verkostungsaktionen. Bild: Adobe Stock/Gerhard Seybert (Symbolbild).

Durch die Ernährung beeinflussen wir nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch unsere Umwelt. „Zwei wichtige Ansatzstellen für eine nachhaltige Ernährung sind die Reduzierung des Konsums tierischer Produkte sowie die Vermeidung von Lebensmittelabfällen“, betonen Christine Beine und Jelena Kleine von der Vernetzungsstelle Seniorenernährung NRW in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“. Da nur knapp ein Drittel der auf die Ernährung zurückzuführenden Treibhausgasemissionen durch die Produktion pflanzlicher Lebensmittel entstünde, sei die Vermeidung von Fleisch in der Verpflegung von Tagespflegen eine wichtige Stellschraube.

Die Gäste einbinden

Dabei gelte es, die Gäste einzubinden und zu erörtern, wie viel Fleisch überhaupt tatsächlich gewünscht werde und ob es überhaupt noch gut gekaut werden könne. „Darüber hinaus kann in Gerichten wie Frikassee, Gulasch und Eintöpfen der Fleischanteil reduziert und der Gemüse und Getreideanteil erhöht werden“, raten die Expertinnen. „Hack lässt sich teilweise durch Linsen, weiße Bohnen oder Grünkernschrot ersetzen.“ Hilfreich sei, zunächst mit kleinen Veränderungen zu starten.

Auch die Vermeidung von Speiseabfällen sei ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt. Im Jahr 2020 seien im Bereich von Gaststätten, Restaurants und anderen
Verpflegungsdienstleistungen – also auch Pflegeeinrichtungen – deutschlandweit insgesamt 1,86 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle aufgelaufen. „Lebensmittelabfälle schädigen das Klima und verursachen erhebliche Kosten in der Gemeinschaftsverpflegung“, so die Expertinnen. „Schätzungen haben ergeben, dass monetär pro Mahlzeit circa 38 Cent verloren gehen. Im Care-Bereich liegen die möglichen Einsparungen durch Vermeidung von Lebensmittelabfällen jährlich zwischen 80.000 bis 100.000 Euro.“

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der April-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.