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bad: Hohe Personalkosten auch refinanzieren

Wie das Statistische Bundesamt bestätigte, liegen die Gehälter von Pflegefachkräften durchschnittlich deutlich über dem durchschnittlichen Lohnniveau in anderen Branchen. Der Bundesverband ambulante Dienste und stationäre Einrichtungen (bad) fordert deshalb eine vollständige Refinanzierung dieser Kosten.

Das Gehalt der Pflegenden ist deutlich angestiegen. Oft wird es aber nicht durch die Kassen refinanziert. Bild: weyo - AdobeStock.

„Der überdurchschnittlich gute Verdienst zeigt ebenfalls auf, dass Pflegeeinrichtungen überdurchschnittlich hohe Personalkosten haben“, sagt Andrea Kapp, Bundesgeschäftsführerin des Bundesverbands Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen (bad).

Widerstand in den Verhandlungen

„Diese Personalkosten müssen vollständig refinanziert werden, wenn die Wirtschaftlichkeit der Pflegeeinrichtung nicht gefährdet werden soll. Genau gegen diese Refinanzierung gibt es in Kassenverhandlungen regelmäßig erheblichen Widerstand und viel zu oft scheitert der Versuch einer Umlegung der Kosten zu 100 %. Hierdurch geraten dringend benötigte Pflegeeinrichtungen immer häufiger in wirtschaftliche Schieflagen, die mittlerweile zu Rekordzahlen bei den Insolvenzen geführt haben“, so Kapp.

Kapp mahnt in diesem Zusammenhang: „Gute Arbeitsbedingungen und gute Gehälter dürfen nicht zum Existenzrisiko werden. Pflegeeinrichtungen, die sich als Arbeitgeber so verhalten, wie wir uns das alle wünschen und wie es notwendig ist, um möglichst viele Pflegekräfte für den Beruf zu gewinnen, dürfen nicht um wirtschaftliche Vergütungen bangen und diesen langwierig hinterherlaufen müssen. Der Gesetzgeber ist hier gefordert, dem bestehenden Missstand durch konkrete und verbindliche Vorgaben ein Ende zu machen und eine vollständige, unbürokratische und unverzügliche Refinanzierung von Personalkosten sicherzustellen. Die hierzu dringend benötigte Pflegereform muss dazu endlich auf den Weg gebracht werden.“

Pflege-Gehälter deutlich über Durchschnitt

Wie das Statistische Bundesamt kürzlich bestätigte, liegen die Gehälter von Pflegefachkräften durchschnittlich deutlich über dem durchschnittlichen Lohnniveau in anderen Branchen. Konkret: Während Fachkräfte außerhalb der Pflege 2023 durchschnittlich 3714 Euro monatlich verdienten, lagen Pflegefachkräfte in der Altenpflege mit durchschnittlich 3920 Euro und Pflegefachkräfte in der Krankenpflege mit sogar 4067 Euro evident höher.

„Die Zahlen beweisen, dass Fachkräfte in der Pflege deutlich überdurchschnittlich bezahlt werden. Dieser Beleg ist erfreulich und sollte dazu beitragen, anderslautende Gerüchte zu widerlegen und die Attraktivität der Pflegeberufe auch in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit zu steigern, was dringend notwendig ist, um dem sich immer weiter verschärfenden Fachkräftemangel in der Pflege zu begegnen und neue Kolleginnen und Kollegen für die Pflegeberufe zu gewinnen“, meint Andrea Kapp.

 

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