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Gut vorbereiten: Hitzeschutz in der Tagespflege

Der Qualitätsauschsuss Pflege hat am 24. Mai 2024 die bundeseinheitliche Empfehlung zum Einsatz von Hitzeschutzplänen veröffentlicht. Sie sieht die Erstellung eines einrichtungsindividuellen Hitzeschutzplans vor, der zur Vorbereitung auf Hitzeereignisse dienen soll.

Ältere Menschen schwitzen weniger oder später, was die Fähigkeit zur Thermoregulation beeinträchtigt. Foto: Adobe Stock/Cherries.

Die Thermoregulation des Menschen zielt darauf ab, die Körperkerntemperatur von circa 37 Grad Celsius aufrechtzuerhalten. Überfordert die gesamte Wärmebelastung die Fähigkeiten der Thermoregulation, kommt es zu hitzebedingten Krankheiten. „Es wird also deutlich, dass die Risiken individuell eingeschätzt werden müssen“, erläutert die Beraterin Heike Jurgschat-Geer in der Juni-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“. „Der Hitzeschutzplan soll daher Aussagen treffen, wie die in besonderem Maße gefährdeten Tagesgäste identifiziert werden.“

Erhöhtes Risiko

Es stelle sich also die Frage nach den Risikofaktoren, die zu einem erhöhten Risiko einer hitzebedingten Erkrankung führten. Dabei seien grundsätzlich alle Gäste aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit und ihres Alters stärker gefährdet als junge gesunde erwachsene Personen. Es gebe aber weitere Faktoren, die darüber hinaus ein erhöhtes Risiko begründeten. „Da sind zum einen Herz-Kreislauf, Atemwegs- und Nierenerkrankungen“, so die Expertin. „Sie verstärken einerseits das Risiko einer hitzebedingten Krankheit und andererseits kann Hitze zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.“ Ein weiterer Risikofaktor seien Medikamente wie Diuretika oder Betablocker, aber auch Anticholinergika.

Bei Hitzschlag sei direkt der Notruf zu wählen. „Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall, der unbehandelt mit einer hohen Todesrate einhergeht“, betont Jurgschat-Geer. Dabei sei zu beachten, dass die Symptome eines Hitzschlags vielen anderen Krankheiten ähneln könnten, insbesondere wenn die Körpertemperatur nicht gemessen werde.

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der März-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.