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AOK Niedersachsen: Hoher Krankenstand bei Pflegenden
Beschäftigte in pflegenden Berufen sind in Niedersachsen gesundheitlich besonders stark belastet. Bei AOK-Versicherten lag der Krankenstand von Pflegekräften 2023 bei 9,2 Prozent, im Durchschnitt aller Branchen dagegen bei 6,8 Prozent.
Besonders häufig fiel Pflegepersonal aufgrund von Muskel/Skelett-Erkrankungen und psychischen Erkrankungen aus. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Projekts „Pflege.Kräfte.Stärken.“, vermeldet die Kasse jetzt in einer Pressemitteilung.
Seit Start des Projekts „Pflege.Kräfte.Stärken.“ habe die AOK Niedersachsen 330 Pflegeeinrichtungen und Kliniken mit einem 30-köpfigen Fachteam zu betrieblicher Gesundheitsförderung und Bewohnerprävention beraten. Dabei sei der Bedarf der Betriebe ermittelt und dann aktiv unterstützt worden – von ergonomischem Arbeiten bis zur Dienstplangestaltung, mehr Achtsamkeit mit den eigenen Ressourcen und einem gesunden Umgang mit Stress.
Ergonomische Arbeiten und Achtsamkeit besonders gefragt
Bis zu 70 Prozent der landesweit mehr als 3.674 Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste zeigten Interesse an den Präventions-Angeboten. Zwei Themenbereiche waren besonders gefragt: ergonomisches Arbeiten und Achtsamkeit. Die Zufriedenheit der teilnehmenden Pflegebetriebe lag bei über 80 Prozent.
AOK Niedersachsen Vorstandsmitglied Sandra Kuwatsch: „Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel fordern innovative Veränderungen, um die pflegerische Versorgung zu stabilisieren. Wir müssen uns alle anstrengen, für diesen Beruf zu motivieren, ihn zu unterstützen und die Bedingungen attraktiver zu machen.“
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