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Brandenburg: Mehr Unterstützung für Demenzkranke

Sozialministerin Ursula Nonnemacher hat beim Fachtag des Kompetenzzentrums Demenz in Potsdam die Notwendigkeit betont, Menschen mit Demenz direkt an ihrem Lebensort zu unterstützen. „Mit unserem Pakt für Pflege haben wir die Lebenssituation von Menschen mit Demenz in vielen Regionen Brandenburgs verbessert“, sagte sie.

Ursula Nonnemacher
„Menschen mit Demenz brauchen vielfältige und flexible Unterstützung, um in ihrem vertrauten Wohnumfeld ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen und an der Gesellschaft teilhaben zu können", sagt Brandenburgs Sozialministerin Ursula Nonnemacher. Foto: MSIGV Brandenburg

Das Landesprogramm „Pflege vor Ort“ stellt jährlich bis zu 10 Millionen Euro bereit und hat bisher rund 21,5 Millionen Euro in sozialräumliche Hilfen investiert. Inzwischen beteiligen sich alle Landkreise und kreisfreien Städte sowie rund 85 Prozent der unteren kommunalen Ebene an dem Programm. In den Brandenburger Ämtern und Gemeinden sind insgesamt bereits 664 Projekte initiiert worden – davon dienten rund 200 Projekte der Unterstützung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen, und über 200 Projekte hätten das Ziel, die Teilhabe Pflegebedürftiger an der Gemeinschaft zu verbessern.

„Menschen mit Demenz brauchen vielfältige und flexible Unterstützung, um in ihrem vertrauten Wohnumfeld ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen und an der Gesellschaft teilhaben zu können. Bei Teilhabe geht es nicht nur um das Dabeisein. Auch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen müssen die Möglichkeit haben, gemäß ihren Wünschen und Vorlieben Dinge zu tun und zu erleben, die ihnen Freude bereiten, die ihnen wichtig sind, die ihnen ein Selbstwertgefühl geben“, so die Ministerin.

Nonnemacher fordert zudem eine Reform der Pflegeversicherung, um die finanzielle Belastung der Pflegebedürftigen zu reduzieren.