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Was die KAP Saar bisher erreicht hat

Während die erste Zwischenbilanz der Konzertierten Aktion Pflege Saar (KAP Saar) in 2023 die geplanten Maßnahmen dargestellt hatte, wurden nun im Rahmen der zweiten Zwischenbilanz in Saarbrücken konkrete Ergebnisse und neue Angebote aufgezeigt.

Zwischenbilanz der KAP Saar in der Congresshalle Saarbrücken Foto: Pressestelle MASFG/Tourioglou

Im Rahmen der zweiten Zwischenbilanz der Konzertierten Aktion Pflege Saar (KAP Saar) wurden in der Congresshalle Saarbrücken konkrete Fortschritte und neue Maßnahmen vorgestellt. Die Initiative, die seit Dezember 2022 besteht, zielt darauf ab, dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken und die Attraktivität des Berufs langfristig zu steigern. Die ambitionierte Zielsetzung: Bis 2030 sollen 4.000 zusätzliche Pflegekräfte im Saarland gewonnen werden.

Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD), der virtuell an der Veranstaltung teilnahm, hob die Bedeutung regionaler Initiativen hervor: „Regionale Initiativen wie die KAP Saar sind entscheidend für die Zukunft der Pflege in Deutschland. Sie zeigen, dass gezielte, lokale Maßnahmen eine starke Wirkung entfalten können, um den Pflegeberuf aufzuwerten und den Fachkräftemangel zu bekämpfen.“

Auch der saarländische Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) zeigte sich zufrieden mit den bisherigen Erfolgen: „Ein respektvolles Arbeitsumfeld und kontinuierliche Weiterbildung schaffen die Grundlage, um Pflegefachpersonen langfristig zu motivieren und zu binden. Die Fortschritte sind ein starkes Zeichen dafür, dass wir gemeinsam die Pflege stärken können.“

Zentrale Fortschritte der KAP Saar

Die zweite Zwischenbilanz brachte bedeutende Neuerungen mit sich. Zu den Hauptpunkten gehören:

  • Akademisierung der Pflegeberufe: Ein geplanter Bachelorstudiengang an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Saar sowie ein ab 2025 angebotener Masterstudiengang „Advanced Practice Nursing“ am Universitätsklinikum Homburg sollen die beruflichen Perspektiven von Pflegefachkräften erweitern.
  • Anwerbung internationaler Fachkräfte: Neue Förderrichtlinien sollen die Integration ausländischer Pflegekräfte erleichtern und insbesondere kleinere Einrichtungen bei der Rekrutierung unterstützen.
  • Attraktive Arbeitsplätze: Initiativen wie Workshops unter dem Motto „Pflege auf Augenhöhe“ und eine neue Berufsordnung fördern ein wertschätzendes Arbeitsklima und stärken die interprofessionelle Zusammenarbeit.
  • Fort- und Weiterbildung: Neben einer finanziell geförderten Koordinierungsstelle wird ein Modellprojekt „Ausbildungslotsen“ ab 2025 starten, um Ausbildungsabbrüche zu reduzieren und die Qualität der Pflegeausbildung zu steigern.
  • Nachwuchsförderung: Die Influencer-Kampagne „caretastic_7“ zeigt die positiven Seiten des Pflegeberufs und spricht junge Menschen gezielt über Social-Media-Plattformen an.
  • Interprofessionelle Ausbildungsstationen (IPSTA): Gemeinsames Lernen und Arbeiten von Pflegeauszubildenden und Medizinstudierenden soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern.
  • Kongress „Young help and care“: Der erstmals abgehaltene Kongress bot jungen Beschäftigten im Gesundheitssektor eine Plattform zur Vernetzung und wird aufgrund des großen Erfolgs regelmäßig stattfinden.

KAP Saar

Die Konzertierte Aktion Pflege Saar, deren Auftakt im Dezember 2022 stattfand, verfolgt das Ziel, dem Fachkräftemangel in der Pflege langfristig entgegen zu wirken und bis 2030 insgesamt 4.000 zusätzliche Pflegekräfte zu gewinnen. Mittlerweile arbeiten über 300 Personen aus der saarländischen Pflege in einer oder mehreren Arbeitsgruppen der KAP Saar mit.