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Tagespflege Penzberg: Angebot wird nicht angenommen
Seit fast einem Jahr bietet das AWO-Seniorenzentrum im bayerischen Penzberg eine Tagespflege an – ein Angebot, das auf den ausdrücklichen Wunsch der Stadt ins Leben gerufen wurde. Dennoch bleibt die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück: Die Tagespflege ist aktuell nur zu einem Viertel ausgelastet, was langfristig zu finanziellen Herausforderungen führen könnte.
Die Tagespflege befindet sich im dritten Stock des Seniorenzentrums und bietet lichtdurchflutete Räume mit einem Panoramablick bis in die Berge. Neben Aufenthaltsbereichen stehen ein Bewegungsraum, ein Ruheraum mit Betten und Sesseln sowie eine kleine Küchenzeile zur Verfügung. Das Team besteht aus zwei examinierten Fachkräften und einer Pflegedienstleitung, die für die Betreuung der Gäste sorgen.
Obwohl das Angebot geschätzt wird, bleibt die Zahl der regelmäßigen Gäste niedrig. Das berichtet aktuell das Nachrichtnenportal „merkur.de“ Derzeit besuchen im Durchschnitt nur zwei bis vier Personen pro Tag die Tagespflege, obwohl Platz für bis zu 15 vorhanden ist.
Herausforderungen und Lösungsansätze
Die geringe Auslastung stellt den Träger vor organisatorische und wirtschaftliche Probleme. Laut Einrichtungsleiter Christian Schulz sind flexible Arbeitszeiten für die Angestellten und die Finanzierung des Fahrdienstes besonders schwierig. Der Fahrdienst, der Gäste aus Penzberg und umliegenden Gemeinden bringt, erreicht die benötigten Kilometerzahlen nicht, was ebenfalls finanzielle Defizite verursacht.
Um das Angebot bekannter zu machen, setzt die AWO auf Informationskampagnen. Handzettel wurden in Arztpraxen, im Krankenhaus und bei ambulanten Diensten ausgelegt. Zudem fanden Gespräche mit Bürgermeistern aus der Region statt. Schulz betont, dass die Tagespflege eine sinnvolle Ergänzung zur ambulanten Pflege ist und beide Angebote gleichzeitig genutzt werden können.
Perspektive und Appell
Die bisherigen Gäste schätzen die Betreuung und das vielseitige Angebot, das von Ausflügen bis hin zu Bewegungs- und Musikprogrammen reicht. Um die Tagespflege langfristig aufrechtzuerhalten, sind jedoch deutlich mehr Besucher nötig – idealerweise ein Pool von 60 Tagesgästen. Der Einrichtungsleiter zeigt sich optimistisch, macht jedoch deutlich: „Ewig können wir nicht so weitermachen.“
Das AWO-Seniorenzentrum hofft auf eine stärkere Inanspruchnahme des Angebots, um die Tagespflege als festen Bestandteil der regionalen Pflegeinfrastruktur zu etablieren. Wer Interesse hat, kann sich direkt bei der Einrichtung informieren, um mehr über die Möglichkeiten der Tagespflege zu erfahren.
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