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Hessen weitet Pflegeförderung aus – Unterstützung für pflegende Angehörige

Die hessische Landesregierung baut ihre Förderprogramme im Pflegebereich konsequent aus. „Wir unterstützen zuverlässig, damit Pflege zukunftsfähig und menschlich gestaltet werden kann“, erklärt Gesundheitsministerin Diana Stolz. Der Fokus liegt dabei auf zwei Programmen, die nun für zusätzliche Einrichtungen geöffnet werden.

Das Land Hessen fördert verschiedene Projekte für die Pflege, um unter anderem pflegende Angehörige zu entlasten. Foto: AdobeStock/Robert Kneschke

Der erste Förderaufruf zielt auf „Innovative Modellprojekte in der Kurzzeit-, Tagespflege und in ambulanten Wohnformen“ ab. Damit sollen vor allem die pflegenden Angehörigen entlastet werden. „Über 80 Prozent der Menschen in Hessen werden zu Hause gepflegt. Die pflegenden Angehörigen gehen dabei vielfach weit über ihre Kräfte hinaus und brauchen auch einmal Raum und Zeit für sich“, betont die Ministerin. Gefördert werden praxisnahe Konzepte wie quartiersorientierte Ansätze, flexiblere Angebotsstrukturen oder neue Formen der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Ehrenamtlichen.

Mit dem Programm „Pflegeheim – Mitten im Leben“ fördert das Land Koordinierungsstellen in Pflegeeinrichtungen, die Bewohner stärker mit dem lokalen Leben verbinden. Diese schaffen niedrigschwellige Kooperationen mit Ehrenamtlichen, Vereinen und Institutionen. „Vom Turnnachmittag mit dem Sportverein über die Geschichtsstunde mit dem Heimatverein bis zum gemeinsamen Singen mit der Kita – diese Aktivitäten sorgen für ein gutes Miteinander“, erläutert Stolz. Die Koordinierungsstellen erhalten dabei bewusst individuellen Handlungsspielraum. Allein in diesem Jahr wurden bereits 12 Projekte mit über 1,4 Millionen Euro gefördert.

„Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft braucht es starke Impulse, die Pflege zukunftsfähig und menschlich zu gestalten“, fasst Stolz die Initiative zusammen. (hp)