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Aus für Tagespflege in Egling – Neun Mitarbeitende betroffen

Die Senior:innen-Tagespflege in Egling bei München stellt zum 31. August ihren Betrieb ein. Betroffen sind neun Mitarbeitende und 23 Senior:innen, die sich künftig nach alternativen Betreuungsangeboten umsehen müssen. Die Rummelsberger Diakonie begründet den Schritt mit wirtschaftlichen Problemen.

Ende August schließt die Einrichtung aus wirtschaftlichen Gründen. Neun Mitarbeitende und 23 Senior:innen sind betroffen. Foto: Adobe Stock/ Friedberg

Die Seniorentagespflege Egling schließt nach etwas mehr als drei Jahren wieder ihre Türen. Wie die Rummelsberger Diakonie auf ihrer Homepage mitteilte, sei die Entscheidung „schweren Herzens“ gefallen. Hintergrund seien finanzielle Verluste, die sich nicht vermeiden ließen: „Es wird trotz vieler Bemühungen nicht gelingen, die Tagesstätte ohne Defizite zu führen“, heißt es in einer Erklärung der Trägerorganisation.

Einrichtung seit 2022 in Betrieb

Die Tagespflege wurde im April 2022 im ehemaligen Springer-Anwesen gegenüber dem Rathaus eröffnet. Sie bot Platz für bis zu 17 Gäste täglich. Zu den Räumlichkeiten gehören ein Garten und eine Terrasse, berichtet der Münchner Merkur online (www.merkur.de) Angeboten wurden Frühstück, Mittagessen sowie Nachmittagskaffee. Zudem konnten die Gäste bei Bedarf morgens von zu Hause abgeholt und am Nachmittag wieder zurückgebracht werden.

Das Betreuungsangebot lief von Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr. Doch schon bald wird damit Schluss sein. „Sehr, sehr schade“, kommentierte Bürgermeister Hubert Oberhauser die Entwicklung in einer Sitzung des Gemeinderats.

Mitarbeitende und Gäste betroffen

Von der Schließung sind insgesamt neun Mitarbeitende betroffen, darunter eine Vollzeitkraft und sechs Teilzeitbeschäftigte. Wegen des allgemeinen Fachkräftemangels konnte allen Beschäftigten eine Weiterbeschäftigung innerhalb der Rummelsberger Diakonie angeboten werden.

Aktuell nutzen 23 Senior:innen die Einrichtung, jedoch nach Angaben des Trägers nicht regelmäßig. „An schwach besuchten Tagen kümmerten sich die Mitarbeitenden um gerade einmal drei Personen“, so die Diakonie. Den Gästen seien inzwischen verschiedene Alternativen im Landkreis vorgestellt worden. Das Personal unterstütze die Betroffenen bei der Suche nach einer passenden neuen Betreuungseinrichtung.

In einer Pressemitteilung hob die Rummelsberger Diakonie das Engagement des Teams vor Ort hervor: „Die Mitarbeitenden haben sich mit viel Sachverstand und Herz um die Klient:innen gekümmert und sich bis zuletzt für ein Gelingen engagiert.“ Dennoch sei die Lage in der Altenhilfe derzeit vielerorts angespannt.