Pflegepolitik

Baden-Württemberg: Landespflegekammer geht in entscheidende Phase

Der Gründungsausschuss für eine Landespflegekammer in Baden-Württemberg geht einen entscheidenden Schritt in Richtung der Realisierung der Kammer. In den nächsten Tagen soll ein Informationsschreiben an über 114.000 potenzielle Mitglieder versandt werden, das den Beginn der letzten Phase des Registrierungsverfahrens markiert. Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha sprach sich für die Selbstverwaltung aus.

Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha
„Die Pflegekräfte haben nun die Chance, sich für eine Selbstverwaltung zu entscheiden. Die Pflege braucht eine eigene starke Stimme", sagt Manne Lucha (Grüne), Gesundheitsminister von Baden-Württemberg. Foto: Sozialministerium Baden-Wuerttemberg

Der Minister betonte die Bedeutung der Selbstverwaltung für den Pflegeberuf. „Diese Initiative bietet Pflegekräften die Möglichkeit, ihre beruflichen Interessen effektiv zu vertreten und auf Augenhöhe mit anderen Berufsgruppen zu agieren“, erklärte Lucha. Er sei überzeugt, dass die Gründung der Pflegekammer in Baden-Württemberg ein Schritt in die richtige Richtung ist.

Die Pflegekräfte, die bereits vom Gründungsausschuss erfasst wurden, werden in dem Schreiben über das weitere Prozedere ihrer Registrierung informiert. Sie haben bis zum 23. Februar 2024 Zeit, Einwände gegen ihre Registrierung zu erheben. Die Landespflegekammer wird nur dann offiziell gegründet, wenn mindestens 60 Prozent der erfassten Pflegekräfte keine Einwände vorbringen. Erreicht man dieses Quorum, folgt die Wahl zur ersten Vertreterversammlung der Kammer, deren Zusammenkunft die offizielle Gründung der Kammer markieren würde. Dies könnte voraussichtlich Ende 2024 erfolgen.