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Bayern fördert Ausbau von Tagespflegeplätzen

Bayern fördert weiter den Ausbau von Tagespflegeplätzen – Insgesamt über 1,1 Millionen Euro aus dem Programm „PflegesoNah“ fließen nach Hunderdorf und Wurmsham in Niederbayern.

Bayern fördert den Ausbau von Tagespflegeplätzen. Bild: Adobe Stock/Zerbor.

Mit Hilfe des bayerischen Förderprogramms „PflegesoNah“ entstehen immer mehr Tagespflegeplätze in Bayern. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach am 5. September anlässlich eines Förderbescheids für die Gemeinde Hunderdorf im Landkreis Straubing-Bogen für 33 Tagespflegeplätze sowie eines Förderbescheids für die Gemeinde Wurmsham im Landkreis Landshut für 25 Tagespflegeplätze hingewiesen.

Gerlach betonte: „Die meisten Menschen wollen möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Um diesen Wunsch zu erfüllen, brauchen wir noch mehr Einrichtungen mit vielfältigem und individuellem Angebot.“ Die Ministerin ergänzte: „Im Rahmen unseres Förderprogramms ‚PflegesoNah‘ unterstützen wir das Projekt in Hunderdorf mit 797.000 Euro, das Projekt in Wurmsham mit 312.000 Euro.“

Gebäude liegen mitten im Ort

In Hunderdorf wird zur Schaffung der Tagespflegeeinrichtung ein ehemaliges Bankgebäude umgebaut. Das Gebäude liegt zentral mitten im Ort und sei somit bestens geeignet für eine pflegerische Einrichtung. Bei dem Betrieb der Tagespflege sollen auch ehrenamtlich Tätige eingeplant werden. Diese erhalten vorab entsprechende Schulungen. Darüber hinaus sollen Vereine, der Kindergarten, die Schule sowie die Kirchengemeinde eingebunden werden. Zudem ist eine demenzsensible Schulung für alle Mitarbeitenden vorgesehen.

Max Höcherl, 1. Bürgermeister von Hunderdorf, sagte: „Der Bau einer Tagespflegeeinrichtung ist ein lang ersehnter Wunsch unserer Gemeinde. Damit entlasten wir die Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen und können gleichzeitig dafür sorgen, dass die Pflegebedürftigen weiterhin in der Dorfgemeinschaft integriert sind.“ Die Tagespflegeeinrichtung in Wurmsham soll vom BRK betrieben werden und im Ortsteil Seifriedswörth im Erdgeschoss des dort befindlichen Gemeindehauses entstehen. Das Gemeindehaus sei bereits jetzt ein Anlaufpunkt für die Bevölkerung vor Ort. Alle Mitarbeitenden erhalten eine Schulung, die die besonderen Bedürfnisse von an Demenz erkrankten Menschen beinhaltet. Zudem wird es einen Sinnesgarten geben. In diesem würden Sinne wie Riechen, Hören, Sehen, Fühlen und Schmecken geweckt, um insbesondere ältere Menschen mit Demenz zu Aktivitäten anzuregen.
Manuel Schott, 1. Bürgermeister der Gemeinde Wurmsham, sagte: „Gerade in ländlichen Gemeinden wie Wurmsham ist es wichtig, neben Kindergarten und Schule auch ein Angebot für unsere ältere Generation zu haben.“

Kommunen haben tragende Rolle

Die Ministerin hob hervor: „Bei der Umsetzung und Gestaltung von Pflegeangeboten haben besonders die Kommunen eine tragende Rolle, denn: Niemand kennt die Chancen, aber auch Lücken in den Versorgungsstrukturen und die Bedarfe der Bürgerinnen und Bürger so gut wie die Akteure vor Ort. Gemeinsam mit den Kommunen und vielen anderen Akteuren wollen wir die Pflegeinfrastruktur in Bayern für die Zukunft stärken. Deshalb haben wir im Oktober 2022 zusammen mit den Kommunen und den Pflegekassen das gemeinsame Strategiepapier ‚Gute Pflege. Daheim in Bayern. Kommunale Strategien zur Stärkung bedarfsgerechter pflegeorientierter Sorgestrukturen‘ beschlossen.“

Das Förderprogramm „PflegesoNah“ wurde 2022 überarbeitet und bis zum Jahr 2026 verlängert. Das Bayerische Landesamt für Pflege kümmert sich um die Umsetzung dieses  Förderprogramms. Durch die Investitionskostenförderung sollen die stationäre Pflege und – verbunden mit einer Ausweitung in den sozialen Nahraum – auch die häusliche Pflege wohnortnah gestärkt werden. Durch die staatlichen Mittel können Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflegeplätze, aber auch Dauerpflegeplätze sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften und Begegnungsstätten gefördert werden. Seit dem Förderjahr 2023 ist zusätzlich eine Förderung von Plätzen der Verhinderungspflege und palliativen Pflege möglich.
Gerlach erklärte: „In den vier Programmjahren konnten mit knapp 270 Millionen Euro über 5.600 Pflegeplätze gefördert werden. In den Jahren 2024 bis 2028 wollen wir insgesamt 8.000 Pflegeplätze fördern.“

Weitere Informationen rund um die Förderrichtlinie finden Interessierte im Internet auf der Website des Landesamts für Pflege unter www.lfp.bayern.de/pflegesonah-investitionskostenrichtlinie/.