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Bundesregierung streicht Förderung für haushaltsnahe Dienstleistungen
Das Auslaufen der Bundesförderung für Projekte im Bereich haushaltsnaher Dienstleistungen sorgt für Kritik. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) warnt vor den Folgen für Gleichstellung, Arbeitsmarkt und legale Beschäftigung im Privathaushalt.
Die Bundesregierung zieht sich aus der Förderung von Projekten zu haushaltsnahen Dienstleistungen zurück. Wie die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) mitteilt, endet die Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) für das Kompetenzzentrum „Professionalisierung und Qualitätssicherung haushaltsnaher Dienstleistungen“ (PQHD) an der Hochschule Fulda. Damit wird die Arbeit von mehr als zwölf Jahren zum 31. August 2025 eingestellt.
Laut Margot Klein, Sprecherin des Ständigen Ausschusses Hauswirtschaft und Verbraucherthemen der kfd, ist dieser Schritt ein „herber Schlag für die Gleichstellung von Frauen und Männern“. Sie kritisiert, dass Hilfen im Privathaushalt künftig schwerer fair, legal und bezahlbar in Anspruch genommen werden könnten. Projekte, die gemeinsam von kfd und PQHD initiiert wurden – darunter Informationsangebote, Umfragen, Seminare und die Entwicklung einer Online-Plattform für Unternehmensgründer:innen – seien wichtige Impulse für die Branche gewesen. Sie hätten nicht nur Existenzgründungen unterstützt, sondern auch gegen Schwarzarbeit im Privathausgehalt gewirkt, da sie Menschen die Möglichkeit gaben, sozialversicherungspflichtig und fair bezahlt zu arbeiten.
Die kfd hebt hervor, dass Dienstleistungen im Privathaushalt eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe darstellen, die nicht überwiegend und unbezahlt Frauen zugeschrieben werden dürfe. Mit dem Ende der Fördermittel aus Berlin gehe ein wichtiger Beitrag zur Unterstützung legaler Beschäftigung in diesem Bereich verloren.
Einige Elemente der bisherigen Arbeit bleiben jedoch erhalten. Die Plattform www.profi-hauswirtschaft.de, die Unternehmensgründer:innen von der Konzeptentwicklung bis zu rechtlichen Rahmenbedingungen unterstützt, soll weiterhin verfügbar sein. Wie weitere Projekte, die in Kooperation zwischen kfd und PQHD entwickelt wurden, nach dem Ende der Förderung fortgeführt werden können, ist laut kfd derzeit noch offen.
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