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DBfK-Präsidentin Lux: „Pflegeexpertise für Corona-Kommision einbeziehen“

Die Enquete-Kommission zur Corona-Aufarbeitung hat ihre Arbeit aufgenommen. Der DBfK fordert, Pflegefachpersonen einzubeziehen – ihre Erfahrungen und Expertise seien unverzichtbar für künftige Krisen.

„Zu einer umfassenden Aufarbeitung aus allen wesentlichen Perspektiven gehört essenziell die unserer Berufsgruppe“, betont Vera Lux, die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). Bild: Susanne Schmidt-Dominé.

Die im Juli 2025 auf Antrag der Koalitionsfraktionen vom Bundestag beschlossene Enquete-Kommission zur „Aufarbeitung der Corona-Pandemie und Lehren für zukünftige pandemische Ereignisse“ ist zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Ziel der 28 Kommissionsmitglieder ist die Erstellung eines Abschlussberichts bis zum 30. Juni 2027 mit den „gewonnenen Erkenntnissen und Handlungsempfehlungen“.

„Zu einer umfassenden Aufarbeitung aus allen wesentlichen Perspektiven gehört essenziell die unserer Berufsgruppe“, betont Vera Lux, die Präsidentin des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK). „Da sich weder unter den 14 Bundestagsabgeordneten noch unter den 14 Sachverständigen in dieser Kommission Pflegefachpersonen befinden, appellieren wir eindrücklich daran, unsere Expertise in geeigneter Form einzubeziehen. Wir haben unmittelbare Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Auswirkungen dieser Pandemie gemacht, und wir haben konkrete Ideen für ein besseres Handling in der Zukunft.“

Pflegerische Expertise

Dazu gehöre z. B. eine bedarfsgerechte Ressourcensteuerung. Schließlich würden Pflegefachpersonen die Bedürfnisse von pflegebedürftigen Menschen und vulnerablen Personengruppen kennen. Pflegefachpersonen eigneten sich zudem als zentrale Koordinationsstelle zwischen Pflegebedürftigen und Angehörigen einerseits und weiteren Gesundheitsprofessionen wie Ärzt:innen und Therapeut:innen andererseits. Hinzu komme die pflegerische Expertise in Gesundheitsförderung und Prävention ebenso wie die im Hygienemanagement oder bei der Durchführung von Impfkampagnen.

„Ohne die Einbindung von Pflegefachpersonen in die Planung, Durchführung und Evaluation von künftigen Maßnahmen vergibt diese Kommission die Chance, die Kenntnisse und Fähigkeiten unserer Profession für kommende Krisen und Pandemien zielgerichtet zu nutzen“, so Vera Lux weiter. „Die Profession Pflege muss als wesentlicher Leistungserbringer durch die Festlegung klarer Rollen und Verantwortlichkeiten in Krisenplänen eingebunden werden. Wir stehen für eine konstruktive Mitarbeit gern zur Verfügung.“