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DEVAP beklagt: 15 Wochen ohne Antwort vom Kanzler
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege e.V. (DEVAP) hat sich erneut mit einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil gewandt. Seit einem ersten Schreiben vom 20. November 2025, das vor der prekären Lage der Langzeitpflege warnte, habe die Bundesregierung nicht reagiert.
„Es muss jetzt der Mut für eine große sektorenübergreifende Pflegereform gefasst werden. Jetzt müssen die Weichen für die Sicherung der pflegerischen Versorgung gestellt werden“, so Anna Leonhardi, Mitglied des Vorstandes des DEVAP e.V. „Dazu brauchen wir unter anderem eine Absicherung der Leistungen für Pflegebedürftige, einen schnelleren Einsatz internationaler Pflegekräfte und die sichere Refinanzierung der Pflege.“
Bereits am 20. November 2025 ist der DEVAP mit einem offenen Brief zur prekären Lage der Langzeitpflege an den Kanzler und Vizekanzler herangetreten. Die Unterstützenden des Schreibens repräsentierten verbändeübergreifend mehr als 30 Prozent der Pflegelandschaft in Deutschland. Eine Rückmeldung liegt weiterhin nicht vor.
„Seit unserem ersten Brief ist geraume Zeit verstrichen: wertvolle Zeit für dringend notwendige Reformschritte, die wir aktuell nicht haben. Das „Zukunftspakt Pflege“, das am 11. Dezember 2025 veröffentlicht wurde, ist fachlich zwar ein Fortschritt, aber greift zu kurz“, so Leonhardi. „Es gilt, das Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen, indem kurz-, mittel- und langfristige Reformschritte in einer verbindlichen Roadmap für die Pflege, auch im Hinblick auf die erforderlichen Gesetze, definiert werden. Was wir hierfür brauchen, ist ein Pflegegipfel 2026 auf Bundesebene, um auf Augenhöhe das System neu zu denken.“
Den zweiten offenen Brief haben, neben den Absendern des ersten Briefes, noch deutlich mehr Akteure und Betroffene unterzeichnet.
„Wir repräsentieren den überwiegenden Teil der Pflegelandschaft und fordern Bundeskanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil auf der Pflegebranche endlich wieder Sicherheit und Vertrauen zu geben!“, so Leonhardi abschließend. „Wir brauchen klare und verbindliche Aussagen zur nachhaltigen Finanzierung der notwendigen Strukturen, einen konsequenten Bürokratieabbau und ganzheitliche Reformansätze jenseits des bestehenden Systems.“
Brief vom 04.03.2036 und Brief 20.11.2025
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