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Initiative fordert Rechtsanspruch auf mobile Tagespflege

Damit Entlastungsangebote für pflegende Angehörige unabhängig von Krisensituationen besser genutzt werden können, fordert eine Initiative des Demenz-Vereins-Saarlouis einen Rechtsanspruch auf mobile Tagespflege und eine Flexibilisierung des Tagespflege-Budgets.

Eine aktuelle Initiative fordert flexible Lösungen im Bereich der Tagespflege. 

Foto: Fotolia/Kzenon

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In der Corona-Krise haben einige Tagespflegen auf Besuche in häuslicher Umgebung umgestellt. Aus dieser Not sollten wir eine Tugend machen. Der gesetzliche Spielraum, den einzelne Pflegekassen bereits jetzt nutzen, sollte für alle Versicherten gelten”, sagt Armin Lang, Landesvorsitzende des Sozialverbandes VdK Saarland. Der Sozialverband ist neben der Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) und der Landesfachstelle Demenz Saarland Partner der Initiative des Demenz-Vereins-Saarlouis, die einen Rechtsanspruch auf mobile Tagespflege fordert. Zurzeit liegt die Entscheidung über mobile Tagespflege im Ermessen der jeweiligen Pflegekasse.

"Wir brauchen flexible Lösungen beim Tagespflege-Budget”, sagt Andreas Sauder von der Landesfachstelle Demenz Saarland, die sich in Trägerschaft des Demenz-Vereins-Saarlouis befindet, in der Juli-Ausgabe der Fachzeitschrift TP. Bislang verfalle es einfach am Monatsende. "Vorstellbar wäre, die Gelder zu kumulieren, wie bei den Entlastungsleistungen, oder sie umzuwidmen.”

Auch die DAlzG sieht dringenden Handlungsbedarf in der Politik und fordert vom Gesetzgeber flexiblere Unterstützungsmöglichkeiten. "Gerade in dieser Zeit, in der Solidarität überall hochgehalten wird, werden die pflegenden Angehörigen wieder einmal völlig vergessen und alleine gelassen”, sagt Monika Kaus, 1. Vorsitzende der DAlzG.

Die Initiative hat ihre Forderung nach flexiblen Lösungen im Bereich des Tagespflege an die saarländische Landesregierung, die Fraktionen im Bundestag sowie den Pflegebeauftragten versendet und wartet derzeit auf die Rückläufe.