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Kinaesthetics-Konzeptsystem: Bewegung angepasst fördern

Das Kinaesthetics-Konzeptsystem ist ein Bewegungsanalysekonzept, das die Alltagsselbständigkeit von Pflegebedürftigen erhält und fördert. Auch für Tagespflegen ist es lohnend, sich damit zu befassen.

Die Pflege hat erkannt, dass eine Bewegungsförderung nicht nur maßgeblich für den Erfolg der Kontrakturen- und Dekubitusprophylaxe ist, sondern alle Prophylaxen von der Mobilität eines Menschen betroffen sind. Foto: Werner Krüper.

Beim Kinaesthetics-Konzeptsystem handelt es sich um ein Bewegungsanalysekonzept. „Es ist ein Modell, welches aus sechs Konzepten mit zwölf aufeinander bezogenen Themen besteht“, erläutert Birgit Grüneberg, Lehrerin für Pflegeberufe und Kinaesthetics-Trainerin am AWO Bildungscampus, in der März-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.

Dabei gehe es nicht ausschließlich nur um den Pflegeempfänger, sondern um alle beteiligten Personen rund um den Pflegeprozess. Das Kinaesthetics-Konzeptsystem helfe, die Gesundheit und die Lebensqualität in Beruf und im Alltag zu fördern und die qualitative Selbstwirksamkeit oder Produktivität zu steigern.

Entspannungsbewegungen statt Fitnesstraining

Die Expertin unterstreicht diesen Anatz mit einem Beispiel von einer pflegenden Angehörigen: „Sie erzählte mir, dass es ihr körperlich schlecht ging, ihre Kraft sie verließ und der Rücken schmerzte“, so Grüneberg. Sie habe angenommen, mehr Kraft zu brauchen und sei in ein Fitnessstudio gegangen, um ihre Muskulatur zu kräftigen. Dennoch sei es ihr immer schlechter gegangen und ihr pflegebedürftiger Mann habe Angst vor ihrer immer größer wirkenden Statur bekommen. Durch Kinaesthetics habe sie dann gemerkt, dass sie eine hohe Körperspannung hatte, infolge einer seelischen Überlastung. „Jetzt erkannte sie, dass sie zwar Bewegung brauchte, aber Entspannungsbewegungen, um den Druck, der auf ihrer Seele lastete, loszuwerden“, so Grüneberg. „Das Fitnesstraining bewirkte genau das Gegenteil, es wurde noch mehr Spannung produziert, so konnte der Druck nicht entweichen.“

Lesen Sie den ganzen Beitrag in der März-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.