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Künstliche Intelligenz in der Pflege: Das bringt die Zukunft
Ob wir wollen oder nicht: Künstliche Intelligenz (KI) wird immer mehr zum elementaren Bestandteil unseres Lebens und spielt auch in der Pflege eine stetig größere Rolle. Daher ist es wichtig, die Vorteile von KI konkret zu nutzen – als Unterstützung, nicht als Ersatz für menschliche Arbeit.
Eigentlich sei die der Begriff „Künstliche Intelligenz“ grundsätzlich ein wenig irreführend, erklärt Thomas Althammer, Geschäftsführer von Althammer & Kill, in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“. Tatsächlich, so der Digitalexperte, treffe der Begriff „Machine Learning“ die Funktionsweise von KI deutlich besser. KI könne zwar Texte erzeugen, Bilder malen, Musik komponieren und vieles Weitere – und das in beeindruckender Qualität. Allerdings geschehe all das nicht dank eigener Intelligenz. „Computer haben keine menschlichen Empfindungen oder gar ein Gewissens, also das, was eine menschliche Intelligenz ausmacht“, so Althammer. KI funktioniere stattdessen „durch Wiedergabe von wahrscheinlichen Verknüpfungen auf Grundlage erlernter Daten“.
In der Pflege würden schon heute viele Funktionen auf Grundlage „Maschinellen Lernens“ genutzt, ohne dass das den meisten wirklich bewusst sei: „Zum Beispiel erleichtern Routen- und Tourenplaner die Organisation der Fahrdienste in der Tagespflege“, erklärt der Experte.
„Die Auswertung der Verkehrslage bei Google Maps und anderen Anbietern basiert auf Algorithmen mit KI-Anteil. Wenn wir diese Daten mit Einsatzplänen kombinieren, lässt sich der Ressourcen-Einsatz weiter optimieren, indem Hol- und Bringdienste so geplant werden, dass sie bestmöglich auf die
Verkehrslage, den Dienstplan, aber auch die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen abgestimmt sind.“
Dokumentation, Kommunikation und Zusammenarbeit
Für Pflegende ergäben sich zudem Erleichterungen insbesondere in der Dokumentation, Kommunikation und Zusammenarbeit. Erste Einrichtungen und Dienste hätten beispielsweise gute Erfahrung mit Spracherkennung über Smartphones gesammelt, die das gesprochene Wort direkt in die Patientenakte übertrage. Eine weitere Entlastung sei im Bereich der Robotik denkbar. Zwar seien humanoide Pflegeroboter noch Zukunftsmusik – selbstfahrende Essenswagen, die allein den Weg von der Küche in die Bereiche fahren, seien aber schon bald denkbar.
„Ob wir diese schöne neue KI-Welt mögen oder nicht – sie wird nicht mehr verschwinden und ein elementarer Bestandteil unseres Lebens werden“, betont Althammer. Umso wichtiger sei es, Kolleginnen und Kollegen aller Altersstufen mitzunehmen und auf diese neue Welt vorzubereiten: „Wir brauchen ein kollektives Verständnis dafür, dass KI Grenzen hat und wir die Vorteile von KI zu unserem Wohle nutzen sollten – als Unterstützung und nicht als Ersatz für menschliche Arbeit in der Pflege.“
Lesen Sie den ganzen Beitrag in der Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift „TP“.
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