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Pflegepersonal: Entlastung trainieren – Bedürfnisse respektieren

Zuwendung, Mitgefühl und Empathie gehören zur Rollenerwartung in Tagespflegen. Mitarbeitende sollen sich auf die Gäste einlassen und die eigenen Gefühle und Bedürfnisse beherrschen. Das kostet Kraft und kann zur Erschöpfung führen. Das Entlastungskonzept empCARE setzt genau hier an – und sorgt damit unter anderem auch für Personalbindung.

Viele Übungen und Rollenspiele aus dem empCARE-Training verbessern auch das Teamgefühl. Bild: Blue Planet Studio - AdobeStock.

Das Entlastungstraining empCARE trainiert die positive und gesunde Interaktion zwischen Menschen. „Damit ergänzt es den Werkzeugkoffer professionell Pflegender im Umgang mit schwierigen Situationen“, schreibt empCARE-Trainerin Ilse Buchgraber in der Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift TP. „Eigene Gefühle und Bedürfnisse sollen stärker in die Pflegearbeit integriert werden: So entsteht reflektierte Empathie.“ Teilnehmende erlernten das Konzept in zweitägigen empCARE Intensivtrainings (online oder in Präsenz). Es werde seit einigen Jahren erfolgreich von Krankenkassen in der betrieblichen Prävention sowohl aus dem Pflegepersonal-Stärkungsgesetz als auch im Rahmen der Präventionsförderung finanziell unterstützt.

Doppelt positive Wirkung

„Toll im Seminar war für mich das Offenlegen und Bewusstmachen von meinen Gefühlen und Bedürfnissen“, wird eine Pflegefachkraft zitiert. „Schön zu wissen, dass es keine negativen Bedürfnisse gibt, dass sie alle ihre Berechtigung haben und dass ich verschiedene Möglichkeiten habe, meine Bedürfnisse zu erfüllen. Das erleichtert und gibt mir meine Handlungsfreiheit zurück.“ Eine Besonderheit dieses empathiebasierten Entlastungsansatzes sei die doppelt positive Wirkung: „Neben der Selbstpflege für die Pflege- oder Betreuungsperson erleichtert die reflektierte Empathie das echte Verstehen der Bedürfnisse von Pflegekund:innen, so Buchgraber.

Winfried Käfferlein, Leiter der ambulanten/teilstationären Dienste im mittelfränkischen Wassertrüdingen berichtet: „Die Anforderungen an Pflegekräfte werden immer größer, die Konkurrenz steigt und Arbeitnehmenden haben heute die freie Wahl, wo sie arbeiten möchten. Da wir jetzt bei Vorstellungsgesprächen mit unserem BGM werben können, ist die Attraktivität als Arbeitgeber gestiegen. Bewerber:innen nehmen diese Leistung als sehr positiv wahr.”

Lesen Sie den ganzen Beitrag Mai-Ausgabe der Fachzeitschrift TP.