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Pflegeteam Wentland gewinnt Häusliche Pflege Innovationspreis 2025

Auf dem Leitkongress und der Netzwerkplattform Ambulant (LUNA) in Essen wurde das Pflegeteam Wentland GmbH & Co. KG mit dem Häusliche Pflege Innovationspreis 2025 ausgezeichnet. Sarah und Matthias Wentland nahmen die Auszeichnung stellvertretend für das gesamte Team entgegen.

Lukas Sander, Tim Breite, Sarah und Matthias Wentland sowie Laudatorin Jasmin Arbabian-Vogel (v.l.n.r.) auf dem LUNA-Kongress in Essen Foto: Florian Arp

 

Gewürdigt wurde der Podcast „Pflege, und jetzt? – Euer Wegweiser durch den Pflege-Dschungel“, der pflegenden Angehörigen und Interessierten kostenfrei Orientierung, Wissen und emotionale Unterstützung vermittelt. In dem Format spricht Sarah Wentland gemeinsam mit der systemischen Coachin Wiebke Zimmer über typische Situationen und Herausforderungen im Pflegealltag – praxisnah, empathisch und frei von Fachjargon.

Für Lukas Sander, Chefredakteur der Fachzeitschrift Häusliche Pflege, ist die Verleihung jedes Jahr ein Höhepunkt: „Der Innovationspreis ist immer ein ganz besonderes Highlight. Er zeigt, wie viel kreative Kraft in der ambulanten Pflege steckt und wie neue Ideen den Alltag für Pflegekräfte und Angehörige erleichtern können.“

Die Preisträger erhielten neben der Auszeichnung auch 3.000 Euro Preisgeld sowie zwei Tickets für die Häusliche Pflege Woche in Potsdam inklusive Hotelübernachtung und Teilnahme an der Abendveranstaltung – eine Gelegenheit, das Netzwerk weiter auszubauen und sich mit anderen Branchengrößen zu vernetzen.

Die Laudatio hielt Jasmin Arbabian-Vogel, Geschäftsführerin des Interkulturellen Sozialdienstes Hannover. Sie hob insbesondere die emotionale Wirkung des Projekts hervor: „Ihr Podcast ist kostenfrei, leicht zugänglich und erreicht Zielgruppen, die nicht unbedingt zur Krankenkasse gehen oder Broschüren lesen, sondern Podcasts hören. Besonders beeindruckt hat mich die Nähe: Die Hörerinnen und Hörer erkennen, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein sind. Das kann keine Broschüre leisten.“ Die Jury habe sich schnell geeinigt, ergänzte Arbabian-Vogel: „Das Projekt ist praxisnah, übertragbar und stärkt die Sichtbarkeit wie auch die Attraktivität des Unternehmens. Es zeigt, dass Pflege sehr wohl innovativ ist.“

Der Preis wird seit vielen Jahren von opta data unterstützt. Tim Breite, Leiter Kooperationen & Verbandsmanagement im Geschäftsbereich Pflege bei opta data, betonte in Essen: „Die häusliche Pflege ist eine tragende Säule des Gesundheitswesens. Uns ist wichtig, Lösungen zu fördern, die die tägliche Arbeit erleichtern und zeigen, dass Pflege innovativ und zukunftsfähig ist.“

Bereits im Vorfeld der Preisverleihung hatte Tony Altimari, Leitung Geschäftsbereich Pflege bei opta data Finance GmbH, die Bedeutung des Engagements seines Unternehmens unterstrichen: „Als opta data unterstützen wir den Innovationspreis für die Häusliche Pflege, weil wir fest daran glauben, dass Innovationen den Alltag von Pflegekräften und pflegebedürftigen Menschen spürbar erleichtern können. Digitale Lösungen, intelligente Software und die Anbindung an die Telematikinfrastruktur schaffen mehr Zeit für Menschlichkeit – für ein Lächeln, ein offenes Ohr, eine helfende Hand. Damit Innovationen nachhaltig wirken, setzen wir auf praxisnahe Ansätze und starke Partnerschaften mit den Pflegeeinrichtungen.“

Schnapsidee bei Bier und Pizza

Die Preisträger selbst nutzten die Bühne, um das Projekt vorzustellen. Matthias Wentland erinnerte sich: „Der Podcast war eigentlich eine Schnapsidee bei Bier und Pizza. Heute zeigt er, was aus solchen Ideen entstehen kann. Aber die Auszeichnung gebührt nicht nur uns, sondern allen in der Pflege, die tagtäglich Außergewöhnliches leisten.“ Sarah Wentland, Krankenschwester und Pflegeberaterin, machte deutlich: „In der Erstberatung nehmen Angehörige oft nur einen Bruchteil der Informationen mit. Mit dem Podcast können sie Inhalte jederzeit nachhören – das schafft Orientierung und emotionale Sicherheit. Wir wollen damit das Gefühl der Hilflosigkeit verringern und die Selbstwirksamkeit stärken.“

Für beide ist das Projekt mehr als ein Medienformat – es ist Teil der Unternehmenskultur. „Podcasts gibt es in vielen Bereichen, in der Pflege jedoch kaum. Wir schließen mit unserem Format eine Lücke – empathisch, fundiert und flexibel nutzbar. Es passt zu unserer Haltung als Arbeitgeber und stärkt unsere Außenwirkung. Bewerberinnen und Bewerber sehen, dass wir mehr tun als Standardversorgung“, erklärte Matthias Wentland. Der Podcast wirke nicht nur nach außen als Unterstützung für Angehörige, sondern auch nach innen: Er steigere die Identifikation der Mitarbeitenden, gebe ihnen das Gefühl, gesehen zu werden, und trage so zur Bindung und Motivation im Team bei. Darüber hinaus erleichtere das Format die Ansprache neuer Zielgruppen und stärke die Kundenbindung. Angehörige könnten Wartezeiten sinnvoll überbrücken, sich anonym informieren und seien bei Beratungen besser vorbereitet.

Familienunternehmen in zweiter Generation

Das Pflegeteam Wentland wurde 1995 gegründet und zählt heute mit rund 350 Mitarbeitenden und 100 Fahrzeugen zu den größten ambulanten Diensten im Raum Köln–Bonn–Rhein-Sieg. Als Familienunternehmen mit mittlerweile zweiter Generation in der Geschäftsführung verfolgt es konsequent das Ziel, pflege- und hilfsbedürftige Menschen professionell und zugleich liebevoll im vertrauten häuslichen Umfeld zu begleiten. Das Leistungsspektrum reicht von ambulanter Pflege über außerklinische Intensivpflege bis zu betreuten Wohngemeinschaften und Tagespflege. Dabei setzt das Unternehmen auf klare Werte: Nähe, Professionalität und eine gelebte Verantwortung für Mitarbeitende wie für die betreuten Menschen.