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Stille Ausgrenzung im Pflegealltag erkennen

In der Oktoberausgabe des Magazins Altenpflege zeigt Grace Lugert-Jose, wie unterschwellige Diskriminierung entsteht, welche Folgen sie für internationale Mitarbeitende und Teams hat und welche Verantwortung Führungskräfte dabei tragen. Der Beitrag richtet den Blick auf Erfahrungen internationaler Fachkräfte und beschreibt konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis.

Im Team greifen viele Rädchen ineinander. Foto: AdobeStock/alphaspirit

Stille Ausgrenzung beginnt oft mit kleinen Bemerkungen, unausgewogener Aufgabenverteilung oder fehlender Unterstützung. Sprachbarrieren und Vorurteile können dazu führen, dass sich Mitarbeitende zurückziehen. Viele kleine Vorfälle über längere Zeit belasten Teams und schwächen das Vertrauen.

Wirkung auf Teams und Betroffene

Ausgrenzung wirkt, auch wenn sie nicht beabsichtigt ist. Sie führt zu Misstrauen, Unzufriedenheit und höherer Fluktuation. Wenn Menschen das Gefühl haben, nicht dazuzugehören, sinkt die Motivation und die Zusammenarbeit leidet. Besonders internationale Fachkräfte erleben häufig, dass Spannungen unausgesprochen bleiben und sich mit der Zeit verfestigen.

 

Praktische Maßnahmen für Führung

Führungskräfte können stiller Ausgrenzung entgegenwirken, wenn sie aufmerksam sind und klare Strukturen schaffen. Sichtbare Vertrauenspersonen, anonyme Rückmeldemöglichkeiten und regelmäßige Gespräche fördern Offenheit. Transparente Dienst- und Urlaubsplanung, Patenschaften und gezielte Sprachförderung unterstützen das Miteinander.

Ein respektvolles Klima entsteht nicht von selbst, sondern durch bewusste Leitung. Wer zuhört, reagiert und Haltung zeigt, stärkt Zusammenhalt und Pflegequalität. Offene Worte und echtes Interesse schaffen Zugehörigkeit und Vertrauen.

Weitere Informationen zur Diskussion finden Sie im aktuellen „Führen und Steuern“ der Fachzeitschrift Altenpflege (10/2025). https://www.altenpflege-online.net/epaper/